Walkinshaw´s Plan, die F1 interessanter zu machen

  • Walkinshaw und sein Plan, die F1 interessanter zu machen


    © F1Welt.com 28.08.2001


    Arrows Teamchef Tom Walkinshaw hat sich in einem “Sun” Interview über die Problematik in der heutigen Formel 1 geäußert und gleich Verbesserungsvorschläge in den Raum geworfen. Der Schotte, der seine Fahrer in diesem Jahr nur allzu oft ganz weit hinten in der Startaufstellung sieht, schlägt eine neue Form des Qualifyings vor, bei der jedem Fahrer nur eine Runde zur Verfügung stehen darf.


    „Wenn es nach mir ginge, so dürften die Fahrer samstags beim Qualifying nur eine schnelle Runde fahren. Dann kommt der Fahrer rein und der nächste begibt sich auf Zeitenjagd. Damit wäre permanent Aktion garantiert, zumal jeder weiß, dass die Piste zum Schluss am schnellsten wird.“


    Besonders revolutionär klingt das nicht, aber Walkinshaw hat einen Hintergedanken : „Somit gäbe es immer die Chance, dass ein Fahrer wie Schumacher einen Fehler begeht und von ganz hinten starten muss.“


    Für die Spannung wäre gewiss gesorgt, wenn sich ein Schumacher, Coulthard oder Montoya von hinten durch das Feld schlagen muss. Allerdings könnte dies auch so wie das Duell zwischen Bernoldi und Coulthard in Monaco enden. Dort hing der Schotte gut 40 Runden hinter dem Arrows Piloten und kam nicht vorbei. Die FIA hat sich zum Vorschlag von Walkinshaw bisher nicht geäußert.


    DG

  • Was haltet ihr von der Idee?


    Grundsätzlich finde ich sie wenig realistisch, denn so lange nicht gewährleistet ist, daß man auf der Strecke wiederholen kann, wird zwar das Qualifying dann spannender, die Rennen dafür dann aber noch langweiliger. :(


    Wobei ich den Gedanken, immer nur ein Auto zur Zeit fahren zu lassen, finde ich aber ganz gut. Man sollte dabei dann aber nicht nur eine, sondern insgesamt zwei oder drei Runden fahren können - das Problem dabei wäre natürlich, daß das viel zu lange dauert. :-[


    Nur eine Runde halte ich für zu wenig. Und wie will man die Reihenfolge der Fahrer festlegen? Losen, der WM-Führende zuerst bzw. zuletzt, nach den Startnummern? Ich weiß nicht.


    Grundsätzlich aber gut, daß jemand sich überhaupt Gedanken macht, was man ändern könnte. Wobei man da vielleicht eher über Veränderungen nachdenken sollte, die das Rennen spannender machen, darauf wollte er zwar hinaus, aber es wird nichts nützen nur den Qualifying-Modus zu verändern.


    Seid ihr mit dem jetztigen Qualifying-Modus zufrieden? Oder haltet ihr das in zwei Teile gesplittete Qualifying (Freitag und Samstag) für besser? Und was haltet ihr von Walkinshaw´s Vorschlag?


    Fragen über Fragen! ;D

  • Arrows-Teamchef fordert neuen Qualifying-Modus
    © F1Total.com 28. August 2001 - 11:40 Uhr

    Warum feiert die Formel 1 zur Zeit immer wieder neuen Einschaltrekorde, wenn die Rennen angeblich so langweilig sind? Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw zeigte sich in einem Interview mit der 'Sun' jedenfalls fest überzeugt davon, dass dringend etwas getan werden muss, um in der Formel 1 wieder mehr Überholmanöver zu haben. Ansetzen will der Schotte dabei nicht bei den Autos selbst, sondern bereits am Samstag, wenn im Qualifying die Startpositionen vergeben werden.
    "Es ist alles zu vorhersehbar und das Qualifying ist zu wichtig, das Rennen ist meistens am Samstagnachmittag schon gelaufen. Ungarn war ein klassisches Beispiel. Wenn ein Fahrer nicht in den ersten zwei Reihen stand, dann hatte er nur eine geringe Siegchance. Wenn das Qualifying ein wenig anders gemacht werden würde, dann könnte man für zusätzliche Spannung sorgen."


    Der 55-jährige Schotte würde das Qualifying wie folgt durchführen: "Ich würde zunächst gerne eine umgekehrte Reihenfolge im Vergleich zu den Trainingszeiten sehen. Man setze das langsamste Auto nach vorne und das schnellste nach hinten und lässt sie am Samstag eine fliegende Runde fahren. Das würde die Spannung erhöhen, weil man Top-Fahrer vielleicht in der Mitte oder am Ende des Feldes sehen würde. Sie müssten dann am Renntag ihren Weg vorbei an den anderen Jungs nach vorne finden."


    "Die Autos würden bei meinem System in Intervallen auf die Strecke gehen. Sie würden ihre Installationsrunde fahren, dann ihre fliegende Runde und anschließend die Auslaufrunde. Es würde unentwegt auf der Strecke etwas los sein. Und die schnellsten Autos würden immer noch einen Vorteil haben, weil jeder weiß, dass die Strecke am Ende eines Qualifyings schneller wird. Aber es würde immer noch die Chance bestehen, dass ein Fahrer wie Schumacher alles misslingt und er ziemlich weit hinten landet."


    Der von Walkinshaw vorgeschlagene Qualifying-Modus würde mit Sicherheit zu spannenderen Rennen führen, denn es kommt relativ häufig vor, dass einem Fahrer nicht beim ersten Schuss die schnellste Runde gelingt. Damit wäre auch sicher gestellt, dass in den Freien Trainings mehr Aktion geboten wird, da die Fahrer für das Qualifying keine Reifen schonen müssen und sich gut vorbereiten müssen, damit im ersten Schuss alles klappt.


    Ein Regenschauer, der während dem Qualifying einsetzt oder eine abtrocknende Piste, wie man das schon oft gesehen hat, würde dazu führen, dass die Startaufstellung tüchtig durcheinander gerät. Doch was macht man zum Beispiel, wenn ein Fahrer auf seiner Runde technische Probleme hat? Wann darf er noch einmal eine Runde fahren? Kann er so nach einer verkorksten Runde die Regeln austricksen, in dem er beispielsweise sich mit Absicht den Frontflügel beschädigt?


    Und dann gibt es natürlich noch jene, die sagen, dass man alte Traditionen der Formel 1 nicht einfach so durcheinander werfen darf. Denn die Pole Position-Statistik würde dadurch verfälscht werden. Während die kleineren Teams durch das Nacheinanderfahren eine TV-Präsenz garantiert haben würden, dürften sich die Top-Teams beschweren, weil sie definitiv für ihre Sponsoren weniger im Fernsehen zu sehen sein werden, wenn sie nur eine Runde fahren können.


    Fabian Hust

  • Ich würde es schon wieder begrüssen wenn die FIA wieder mal den Qualifikations lauf am Samstag sowie freies Training am Donnerstag einführt! Sowie zuletzt 94!

  • Hier meine Version: 8)


    Jeder Fahrer hat 2 x 4 Runden zur Verfügung und dürfen diese auf der leeren Piste fahren.


    Die Reihenfolge wird ausgelost.


    Hat jeder Fahrer seinen ersten Turn gefahren, wird eine halbe Stunde Pause gemacht um die gestrandeten Fahrzeuge aufzusammeln.


    Danach gehts wieder los, nur in umgekehrter Reihenfolge.



    Für das Rennen müssen alle Wagen gleich große Tanks eingebaut haben.


    Strecken, auf denen nicht überholt werden kann werden gestrichen (Monaco, Ungarn ....)


    Es müssen wieder größere Heckflügel erlaubt werden um den Windschatten zu vergrößern, die Frontflügel müssen eingeschränkt bleiben.


    Die Bremsscheiben müssen näher an die der Serienfahrzeuge gebracht werden um mehr Ausbremsmanöver zu ermöglichen.
    Reine Stahlscheiben wie bei den CARTs sind allerdings zu schlecht.


    Ach mir fällt noch mehr ein, das sollte erstmal genügen.