Endlich - das Warten hat ein Ende!!!

  • Quelle: http://www.diewelt.de/daten/2001/08/29/0829spf1278270.htx


    Spa - Noch ist es zwar nicht offiziell, aber intern bei McLaren-Mercedes-Teams scheinbar endlich beschlossene Sache: Mika Häkkinen bleibt dem Team erhalten. Der zweimalige Weltmeister aus Finnland wird auch die kommende Formel-1-Saison im Silberpfeil und an der Seite des Schotten David Coulthard bestreiten. Bis zum 31. August, dem ersten Trainingstag vor dem Großen Preis von Belgien in Spa, wird die endgültige Entscheidung fallen. Dies hat jedenfalls McLaren-Chef Ron Dennis dem Deutschen Peter Cramer mitgeteilt, der den österreichischen Testpiloten Alexander Wurz managt.
    Die Differenzen scheinen beigelegt: Bis zuletzt hatten sich die Verhandlungen zwischen Häkkinen und Dennis zäh gestaltet. Der Engländer zweifelte an der Motivation des Finnen, der wiederum die Bereitschaft seines Ziehvaters infrage stellte, ihn weiterhin bedingungslos zu unterstützen. Einer der Kritikpunkte Häkkinens war, dass in dieser Saison die besten Ingenieure an Coulthards Auto arbeiteten. Was dazu führte, dass der Schotte besser mit dem kompliziert abzustimmenden McLaren zurechtkam.


    Vor dieser Saison wurden nämlich die Ausmaße des Frontspoilers derart beschränkt, dass Konstrukteur Adrian Newey - anders als in den Jahren zuvor, als er seine Erfolgsmodelle lediglich modifiziert hatte - ein völlig neues Auto bauen musste. Mit dem Ergebnis, dass der Bolide 2001 plötzlich zum Untersteuern neigte, was Häkkinen viel weniger behagt als seinem Teamkollegen.


    Ron Dennis scheint nun zur Vernunft gekommen zu sein und das Pokern mit seinem Lenker-Star eingestellt zu haben. Seine Erkenntnis, mit dem 32-Jährigen weiterarbeiten zu wollen, freilich hatten Experten längst vorausgesehen. "Ein Häkkinen mit gut ausbalanciertem Auto ist mit der Einzige, der die Kombination Michael Schumacher und Ferrari schlagen kann", sagt etwa Jaguars neuer Teamchef Niki Lauda. Zuletzt hatte Mika Häkkinen beim Großen Preis von England Mitte Juli in Silverstone seine Qualitäten unter Beweis gestellt und souverän gewonnen.


    David Coulthard, der in den vier verbleibenden Rennen seinen zweiten Platz in der WM verteidigen möchte, jedenfalls liefert die Bestätigung für die erzielte Einigung, zumindest indirekt: "Das Team hat eine Option auf Mika und mich", sagt der Schotte, "und da nicht mehr viele Siegfahrer auf dem Markt sind, gehe ich davon aus, dass diese Option eingelöst wird." Dafür spricht auch, dass sich McLaren-Mercedes Großes vorgenommen hat: Sowohl der Fahrer- als auch Konstrukteurstitel, so die Vorgabe für 2002, sollen Ferrari wieder abgeluchst werden.
    Der Mercedes-Motor des Schweizer Konstrukteurs Mario Illien ist so gut wie fertig. Newey soll den letzten Rennen 2001 in Spa, Monza, Indianapolis und Suzuka fernbleiben, um mit Hochdruck am neuen Auto zu basteln. Und neben den zwei bewährten Fahrern will man zusätzlich mit zwei Testpiloten agieren. Neben Alexander Wurz steht nach wie vor Kimi Räikkönen, das finnische Talent, das allerdings bis 2003 an Sauber gebunden ist, zur Debatte. Beim Rennen in Ungarn hat Dennis zudem Renault-Statthalter Flavio Briatore ein Angebot unterbreitet: Er schlug vor, den Engländer Jenson Button für fünf Millionen Dollar aus seinem Vertrag freizukaufen. rb

  • Natürlich noch immer nicht offiziell und endgültig, aber eine andere Möglichkeit sehe ich einfach nicht. Daß sie Häkkinen eigentlich halten müssen, war ja allen klar. Aber mitunter sagt das ja noch nichts über die Entscheidung eines Teamchefs aus (Gruß an Eddie Jordan), was für das Team das beste sei.


    Keke Rosberg wäre sonst auch nicht im Urlaub, wäre Häkkinens Vertrag nicht im Trockenen, war also doch nicht nur eine persönliche Meinungsäußerung! ;D


    Das mit Jenson Button ist ja aber noch einmal eine ganz neue Idee - und vielleicht gar keine sooo schlechte. Obwohl - nur Testfahrer?


    Egal, wir diskutieren das noch ausführlich!
    Bis später!