China will Formel-1-Rennen

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    Baufällig, fehlende Infrastruktur - Zhuhai scheiterte als GP-Austragungsort
    München - Ein Grand Prix von China könnte schon bald Wirklichkeit werden. Die Volksrepublik will die Königsklasse immer noch ins Land locken. Diesmal setzt man auf Shanghai als möglichen Schauplatz eines Formel-1-Rennens.


    Schon für 2003 wünschen sich die Chinesen einen Grand Prix im eigenen Land. Auch die Formel 1 ist sehr daran interessiert, den chinesischen Markt für sich zu erschließen.


    Stadtkurs oder spezielle Rennstrecke


    Nach aktuellen Plänen soll das Rennen in einem Park der Stadt abgehalten werden. Trotzdem ist es wahrscheinlicher, dass extra eine Strecke gebaut wird.


    Die Chinesen könnten sich dabei auf eine ganze Menge Erfahrung aus der direkten Nachbarschaft verlassen. Insbesondere die "Grand Prix Corporation" aus Melbourne könnte den Chinesen beim Bau der Strecke unterstützend unter die Arme greifen.


    Hilfe aus Australien


    Die Firma half bereits bei der Planung des Grand Prix in Moskau. Keine Ausnahme für australische Unternehmen - die "Adelaide GP Corporation" war in der Planungsphase von Sepang ähnlich involviert.


    Aber es gibt einen weiteren Grund: Dem australischen Ausrichter des Auftaktrennens der Saison 2001 kämen die zusätzlichen Einnahmen aus einer Consulting-Rolle durchaus gelegen. Bisher musste die Regierung von Melbourne einen Großteil der Grand-Prix-Kosten aus der Staatskasse decken.


    Gescheiterte Bewerbungen


    Bisher waren die Bewerbungen Chinas am Austragungsort gescheitert. Zhuhai wurde 1999 und 2000 von den Formel-1-Oberen abgelehnt - es fehlte an der nötigen Infrastruktur.


    Nonke Beyer