Heidfeld sieht Felle davonschwimmen

  • Das Pokerspiel der Silberpfeile um Mika Häkkinen schlägt Nick Heidfeld aufs Gemüt.


    Nicht der an den Schweizer-Sauber-Rennstall ausgeliehene Mercedes-Junior, sondern dessen Teamkollege Kimi Raikkönen soll offenbar Nachfolger des Ex-Weltmeisters bei McLaren-Mercedes werden.


    Heidfeld enttäuscht


    "Ich habe keine Ahnung, was los ist. Aber es gibt einige Gerüchte", sagte Heidfeld.


    Seine Enttäuschung, dass der Formel-1-Neuling aus Finnland ihn bei dem britisch-schwäbischen Rennstall auf Anhieb ausstechen könnte, will der frühere Mercedes-Junior nicht verhehlen: "Man kann es mit Sicherheit so sehen."


    Der 24 Jahre alte Heidfeld, der bis 2003 von Mercedes an Sauber ausgeliehen ist, hofft sehnlichst auf einen Platz in dem Topteam der Formel 1. "Ich möchte gerne zu McLaren-Mercedes, möchte gerne Weltmeister werden", umreisst er seine Ziele.


    Übt McLaren indirekten Druck auf Häkkinen aus?


    Nachdem das Silberpfeil-Team auch beim fünftletzten WM-Lauf in Budapest die Piloten für die nächste Formel-1-Saison noch nicht bestätigt hat, schießen die Spekulationen rund um den britisch-schwäbischen Rennstall und vor allem um den finnischen Ex-Weltmeister Mika Häkkinen ins Kraut.


    "McLaren-Teamchef Ron Dennis könnte das Gerücht auch selbst in die Welt gesetzt haben, dafür ist er ja bekannt", meinte der ehemalige Rennfahrer Marc Surer.


    Der Schweizer mutmaßt: "So könnte er Mika Häkkinen unter Druck setzen."


    Stoische Ruhe beim Finnen


    Häkkinen selbst wartet erst einmal ab. Der Finne zeigt eiserne Nerven im Vertragspoker, scheint sogar das Karriere-Ende oder eine Zwangspause in Kauf nehmen zu wollen.



    In seinem Vertrag soll eine Klausel stehen, die einen direkten Wechsel zu einem Konkurrenten unmöglich macht.


    "Die ganzen Spekulationen können wir nicht verhindern. Aber im Moment gibt es keine Neuigkeiten", sagte McLaren-Teamchef Ron Dennis in Budapest gewohnt unverbindlich.


    Sauber sauer auf Großteams


    Andere jedoch redeten Klartext.


    "Die hohen Herren der großen Teams sollten nicht glauben, man kann sich mit Geld alles kaufen", schimpfte Peter Sauber, der Chef von Heidfeld und Raikkönen, an dem auch Ferrari interessiert sein soll.


    "Man kann sich nicht holen, was man will. Das betrachte ich als unkorrekt und unhöflich", sagte der Schweizer Rennstallbesitzer.


    Der umworbene Räikkönen selbst wiegelte im Schweizer "Blick" bereits ab: "Ich lasse mich nicht verrückt machen. Ich fahre auch 2002 für Sauber. Ein gutes Team, das mir den Einstieg ermöglichte und da haut man nicht einfach ab."

  • Wenn man sieht was diese beiden "Greenhorns" bis jetzt bei Sauber geleistet haben, kann man nur den Hut ziehen. Sauber geht einen richtigen Weg. Umso verwunderlicher finde ich, daß man bei McLaren Raikkönen ins Gespräch bringt, wo sie doch Heidfeld selbst in die F1 gebracht haben und einen Vertrag mit ihm haben. Das jedoch passt zu Ron Dennis, wahrscheinlich benutzt er Ihn wirklich nur als Druckmittel für Mika oder Coulthard. McLaren wäre wahrscheinlich mit Heidfeld nicht schlechter als mit Coulthard, was mit Mika in diesem Jahr los ist, das weiß er wohl nur selbst :)

  • Mika hat eine verzwickte Ausstiegsklausel im Vertrag. Er darf nicht übergangslos zu einem anderen Team wechseln, daher auch der Spruch, daß er ein Jahr pausieren will.


    Ich gehe mal davon aus, daß Mika das Team verlassen wird. McLaren hat dann die Auswahl aus vier Piloten: Frentzen, Wurz, Heidfeld und Räikkönen.


    Heidfeld und Räikkönen bekommt McLaren nur im Austausch gegen die Mercedes-Motoren.


    Mercedes wird aber nicht soviel Geld verbrennen, daher werden sie sich wohl zwischen HHF und A.Wurz entscheiden müssen.



    Ramon