Barrichello glaubt nicht an Schumachers Hilfe

  • Barrichello glaubt nicht an Schumachers Hilfe

    Barrichello, Todt, Schumacher: Ein harmonisches Team - oder doch nicht?
    München - Eigentlich ist dieser Mann nicht zu beneiden.


    Mit großen Ambitionen kam Rubens Barrichello vor der vergangenen Saison zu Ferrari, um neben seinem Teamkollegen Michael Schumacher die eigene Klasse unter Beweis zu stellen.


    Inzwischen wurde der Deutsche jedoch zweimal Weltmeister, und für Barrichello blieb zumeist nur eine Statisten-Rolle.


    Davon möchte der Brasilianer aber nichts wissen.


    Barrichello sieht sich nicht als Verlierer


    "Da wir Teamkollegen sind, kann man unsere Leistung natürlich sehr gut miteinander vergleichen. Ich denke, dass ich bei allem, was ich tue, sehr gut bei diesem Vergleich abschneide", so Barrichello selbstbewusst.


    Nach vielversprechenden Leistungen bei seinen Ex-Teams Jordan und Stewart wollte Barrichello eigentlich selber den Weltmeister-Titel angreifen.


    Mittlerweile scheint er sich mit seiner neuen Position als "Wasserträger" Schumachers abgefunden und seine eigenen Ziele nach unten korrigiert zu haben.


    Barrichello will Vize-Weltmeister werden


    Der Mann aus Sao Paulo Chancen rechnet sich dennoch Chancen auf den Vize-Weltmeistertitel aus. Derzeit liegt er nur ganze fünf Punkte hinter dem geschlagenen WM-Anwärter David Coulthard.


    Ferrari hatte sofort nach dem Titel-Triumph von Ungarn angekündigt, nun Barrichello auf Rang zwei führen zu wollen. Auch Schumacher versprach, sich in den Dienst seines Edelhelfers stellen zu wollen.


    Misstrauen in Schumis Zusage


    So ganz kann der Brasilianer daran allerdings noch nicht glauben: "Die Leute scheinen jetzt zu glauben, dass Michael mir helfen wird. Das sehe ich jedoch nicht so."

    Statt dessen will sich Barrichello auf seine eigenen Stärken verlassen. "Bevor mir Michael hilft, muss ich mir erstmal selber helfen. Es nützt mir nichts, wenn er auf Pole steht und ich nur auf Rang sechs", so der Südamerikaner.


    "Ich glaube, dass ich Michael helfe"


    In einem anderen Punkt ist sich Barrichello jedoch sicher. "Ich denke, dass wir ein gutes Team bilden und die Entwicklung des Autos weiter bringen. Und vor allem: Ich glaube, dass ich Michael helfe", erklärt der WM-Dritte.


    Gemeinsam errangen die beiden Ferrari-Piloten immerhin zweimal in Folge den Konstrukteurs-Titel. Auch die Erfolge Schumachers lassen sich laut Barrichello zum Teil auf seine Unterstützung zurückführen: "Ich bin sicher, dass es kein Zufall ist, dass Michael seit ich bei Ferrari bin zweimal Weltmeister wurde."


    Richtig glücklich wirkt Barrichello aber trotz aller Freundschafts-Bekundungen nicht: "Wenigstens wissen wir jetzt, dass Michael den Titel sicher hat und ich an jedem Wochenende einfach nur mein eigenes Rennen fahren kann."


    Florian Haasper

  • Rubens hat inzwischen wohl erkannt, dass er nicht Sennas Nachfolger werden kann und er nicht das Format eines Weltmeisters hat.
    Die Möglichkeit dieses Format zu erlangen, hat er wohl in seiner langen Zeit bei Jordan verspielt. Das gilt auch für Irvine.


    Ich hoffe, Rubens gibt nicht zu schnell auf und verlässt die F1 vorzeitig, denn wenn ein Fahrer seine Machtlosigkeit erst einmal erkannt hat, wird er noch langsamer.