Wollte Jaguar Eddie Irvine loswerden?

  • Stillschweigen bei Jaguar um angeblichen Irvine-Wechsel
    © F1Total.com 20. August 2001 - 11:15 Uhr

    Nachdem das Rennwochenende auf dem Hungaroring für das Jaguar-Team enttäuschend mit dem frühen Ausfall von Eddie Irvine und dem elften Platz von Pedro de la Rosa im Rennen endete, muss das Team aus Milton Keynes nicht nur das schwierige Kunststück bewerkstelligen den Jaguar R2 für die letzten vier Grand Prix flott zu machen, sondern Niki Lauda muss sich auch noch um ein ganz anderes "heißes" Thema kümmern.
    So sickerte am Rande des Rennwochenendes nämlich durch, dass Eddie Irvine, für 2002 bei Jaguar Racing bestätigt, von den "Raubkatzen" an das Team von Eddie Jordan abgetreten werden sollte und man im Austausch dafür Heinz-Harald Frentzen bekommen hätte.


    Formel-1-Insider bestätigten im Paddock von Ungarn, dass sich Bobby Rahal und Eddie Jordan diesbezüglich unterhielten. Niki Lauda, der als Chef der Premier Performance Devision von Jaguar auch für den Formel-1-Rennstall verantwortlich zeichnet, wollte sich zu dieser Angelegenheit vorerst jedoch nicht äußern. Indiz dafür, dass an dieser Meldung durchaus ein Funken Wahrheit ist.


    Wie weiter bekannt wurde, hatte man vor der Verpflichtung von Jean Alesi als Frentzen-Ersatz wohl Jordan ein entsprechendes "Angebot" gemacht.


    Zu dieser brisanten Geschichte fing 'Autosport' folgende Meinungsäußerung von Niki Lauda ein: "Ich möchte mich dazu im Moment nicht äußern, werde mich aber darum in der kommenden Woche kümmern."


    Wie die englische Presse weiterhin berichtet, hat Enrico Zanarini, seines Zeichen Manager von Irvine, das Angebot bestätigt aber sich darüber hinaus auch nicht geäußert.


    Obwohl bei Jaguar Racing die Fahrerpaarung für die kommende Saison, bestehend aus Eddie Irvine und Pedro de la Rosa, schon lange feststeht, wird das Team aus Milton Keynes derzeit mit den zur Verfügung stehenden Piloten Mika Häkkinen, der nach wie vor mit McLaren verhandelt, und Giancarlo Fisichella, dessen Option Renault verstreichen ließ, in Verbindung gebracht.


    Aus welchen Gründen und inwiefern politische Spielchen der Teams untereinander zu dem Angebot, Irvine zu Jordan zu lotsen, führten, ist derzeit noch völlig unklar.


    Marcus Kollmann