Toyota will 2006 erste Siege einfahren

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    Sonntag 19. August 2001, 11:07 Uhr

    Toyota will 2006 erste Siege einfahren

    München (mju) – Toyota steigt 2002 als zwölftes Team in die Formel 1 ein. Motorsportdirektor Ove Andersson betont, dass man vom japanischen Rennstall in der Debütsaison nicht zuviel erwarten sollte. „Ich denke, dass Siege oder sogar Weltmeisterschafts-Punkte für die nächsten Jahre noch nicht zu erwarten sind“, so Andersson in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.


    Erst für das Jahr 2006 sind die ersten Siege eingeplant. „Wir hoffen, dass wir spätestens im fünften Jahr unserer Teilnahme regulär Podiumsplätze schaffen und um Siege mitfahren können.“ Das Fahrerduo für die kommende Saison steht fest. Andersson bestätigte, dass Mika Salo und auch der Schotte Allan McNish Rennen für Toyota bestreiten werden.



    Er dementierte, je in Verhandlungen mit Heinz-Harald Frentzen gestanden zu sein. „Entschieden nein. Wenn er, sagen wir mal, vor zwei Jahren auf dem Markt gewesen wäre, dann wäre er selbstverständlich eine interessante Option für uns gewesen. Aber in diesem Stadium unseres Projekts passt er nicht in unsere Planungen“, so Andersson.



    Andersson räumte ein, dass noch viel Arbeit vor dem Team liegt. „Natürlich müssen wir uns noch weiterentwickeln, um das Niveau der anderen Teams zu erreichen, die in diesem Sport schon viel länger sind. Wir hoffen, dass dies schnell geschieht. Unsere Daten zeigen, dass wir uns für die Rennen qualifizieren können.“



    Den Aufbau eines neues Teams und die Entwicklung des Teamgeists betrachtet Andersson als die größte Herausforderung. Das Hauptziel sei, als erfolgreiche Mannschaft zusammenzuwachsen. Ausdrücklich lobt er den von Minardi verpflichten Designer Gustav Brunner. „Brunners Verpflichtung hat dem Team und dem Projekt ungeheuren Auftrieb gegeben. Er brachte umfangreiche Formel-1-Erfahrung mit, die in die Entwicklung des Autos geflossen ist, das wir nächstes Jahr fahren werden.“



    Die Verpflichtung von Topfahrern wie Michael Schumacher oder Mika Häkkinen lehnt er derzeit ab. „Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt falsch, einen Superstar zu holen. Es wäre unfair, so viel Druck auf das Team zu laden. Vielleicht wird sich diese Situation in ein paar Jahren ändern.“