Frentzen für das Rennen optimistisch

  • "Heute war nicht mehr drin. Aber ich habe hart gearbeitet und alles versucht." So kommentierte Heinz-Harald Frentzen sein erstes Qualifying in einem Prost-Boliden.Nach einer Stunde stand der Mönchengladbacher in 1:17,196 Minuten auf Rang 16. Ein Startplatz, der erst in Relation zu seinem Teamkollegen Luciano Burti an Bedeutung gewinnt.Denn Frentzen nahm dem Brasilianer, der von Position 19 aus ins Rennen geht, fast genau eine Sekunde ab. Und das, obwohl der ehemalige Vizeweltmeister nicht einmal sein neues Arbeitsgerät hatte testen können.Schreck in Runde einsAngefangen hatte das Qualifying für den 34-Jährigen mit einer unangenehmen Überraschung. Seelenruhig fuhr Frentzen aus der Boxengasse heraus und übersah dabei David Coulthard, der sich auf seiner ersten schnellen Runde befand. Zwei Kurven dauerte es, bis der ehemalige Jordan-Pilot den Schotten wahrnahm und von der Ideallinie ging.Coulthard musste die Runde abbrechen und verkniff sich gentleman-like jeden Vorwurf an den Deutschen. Der hatte eine gute Entschuldigung parat: "Es tut mir leid für David. Ich habe unglaubliche Schwierigkeiten mit den Rückspiegeln. Ich kann eigentlich gar nichts sehen."Frentzen zwischenzeitlich vor AlesiBei seinem zweiten Versuch holte sich Frentzen dann seine persönliche Bestzeit. Bis kurz vor Schluss lag er sogar vor seinem Nachfolger im Jordan-Cockpit, Jean Alesi. Der erwischte jedoch noch eine gute Runde und schob sich auf Rang zwölf.Ebenfalls kurz vor Ende des Qualifyings verbesserte sich Burti, der lange um einen Platz unter den Top 20 kämpfen musste, auf 1:18,238 Minuten. Mit Bernoldi teilt er sich Startreihe zehn.Für das Rennen war Frentzen im Anschluss an die Quali optimistisch: "Das Potenzial ist da, aber wir bekommen einfach nicht die richtige Balance hin. Besonders hier und auf die Schnelle, ohne richtige Tests gemacht zu haben." Noch hat das Team eine Nacht, um die richtige Balance zu finden.