FIA präsentiert Vorhaben bis 2012

  • Der Weltrat des Automobil-Weltverbandes FIA hat die bis 2012 in der Formel 1 geplanten Reglementsänderungen präsentiert. Nach dem für 2007 fixierten Erlass, die in der letzten WM zum ersten Mal verwendeten Achtzylinder-Motoren auf dem technischen Stand vom Saisonende 2006 zunächst für zwei Jahre «einzufrieren», sind für 2008 Änderungen im Bereich der Aerodynamik und eine Einschränkung der Testarbeit im Windkanal möglich.


    2009 sollen Systeme erlaubt werden, die es ermöglichen sollen, die beim Bremsen verlorene Energie aufzufangen und zu nutzen. Zudem sollen der Abtrieb der Autos um 50 Prozent reduziert und das Überholen durch aerodynamische oder andere Änderungen erleichtert werden. Die Motoren bleiben «eingefroren» oder werden auf eine Nutzung von vier Grands Prix hintereinander umgestellt.


    2010 wird die Energierückgewinnung auch auf die Abwärme und die Auspuffgase erweitert. Die Aerodynamik soll ganz oder teilweise standardisiert werden. Für die Motoren gilt die gleiche Regel wie im Jahr zuvor. 2011 könnten endgültig neue Motoren eingeführt werden, die vier Grands Prix in Folge halten sollen. Bei diesen Triebwerken könnten Turbo-Lader und Direkteinspritzung erlaubt, der Hubraum gesenkt und die Nutzung von biologischen Kraftstoffen ermöglicht werden. Zudem könnte es Änderungen am Chassis und die Wiedereinführung von elektronischen Fahrhilfen geben. Für 2012 ist bislang nur die neue Motorenformel vorgesehen.


    Die FIA will die Vorschläge als Diskussionsgrundlage verstanden wissen; willkommen wäre auch der Einbezug anderer Technologien. Grundlage ist der Gedanke, dass sie für alle Formel-1-Teams zugänglich und zu einem angemessenen Preis erschwinglich sind.

  • Wie ich bei meinem letzten Besuch in Hinwil feststellen musste, ist man von den FIA-Vorschlägen nicht gerade begeistert. Verständlicherweise. Mann stelle sich vor wie Systeme der Energierückgewinnung, der enormen Haltbarkeit eines Aggregates, Aerodynamische Gleichheiten (vorallem in Bezug auf den eigenen Windkanal), und die wiedereinführung einer kompletten Launchcontrol mit den immer stärkeren Sparmassnahmen zu vereinbaren sind. Es wird vermutlich die Budgets der kleineren Teams sprengen und vorallem den Eigennutz bei weitem nicht erfüllen. Hoffentlich wird darüber mit den Teams nochmals geredet.

  • Die Haltbarkeit der Motoren auf vier Rennen festzusetzen ist vom finanziellen Aspekt ja sehr Lobenswert, allerdings sollte man sich nocheinmal über die Strafen bei einem früheren austeigen eines Aggregat´s nachdenken. Die 10 Plätze-Regel finde ich im Sinne des Sports nicht Zeitgemäß. Villeicht könnte mann einen gewissen Prozentsatz auf die Qualizeit raufrechnen und somit den Motorenschaden sühnen. :)

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)

  • Zitat

    Villeicht könnte mann einen gewissen Prozentsatz auf die Qualizeit raufrechnen und somit den Motorenschaden sühnen. :)


    Wäre interessant, gibt aber auf die verschiedenen Strecken ziemliche Unterschiede:
    Ausgegangen von der Poleposition aus dem Jahr 2003
    Strecke: +2%: +1%:


    Melbourne P10 P3
    Malaysia P18 P9
    Interlagos P17 P12
    Imola P15 P7
    Monaco P12 P9
    Hockenheim P11 P7


    Da müsste die Strecke spezifisch der Prozentzahl zugeordnet werden.

  • Da haste auch wieder recht! Allerdings finde ich das der Fahrer bei der jetzigen Regel zu hart bestraf wird ( mann siehe Kimi 2005). Natürlich muss das team den Bockmist immer gemeinsam austragen und dazu gehören nun auch mal die Fahrer aber gerade jene fahren auch noch um die Fahrer WM und die sollte nicht übermässig von den Technikproblemen verzerrt werden. :-/

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)

  • Ich bin eigentlich gegen die Fahrhilfen für 2010. Ohne Fahrhilfen wäre die Formel 1 sicher wieder interresanten. Auch die Traktionskontrolle ist meiner Meinung nach schlecht denn ohne würde es mehr Dreher geben was wieder zur Steigerung der Attraktivität führt. Auch das Ausbremsen wäre wieder interresanter denn wenn man zu schnell aufs Gas drückt-Auf Wiedersehen. ;D

  • Zitat

    Ich bin eigentlich gegen die Fahrhilfen für 2010. Ohne Fahrhilfen wäre die Formel 1 sicher wieder interresanten. Auch die Traktionskontrolle ist meiner Meinung nach schlecht denn ohne würde es mehr Dreher geben was wieder zur Steigerung der Attraktivität führt. Auch das Ausbremsen wäre wieder interresanter denn wenn man zu schnell aufs Gas drückt-Auf Wiedersehen. ;D


    Du sprichst mir aus der Seele, Konsti, ohne die Fahrhilfen würde sich auch die Spreu vom Weizen trennen und man könnte eher wieder vom Fahrerweltmeister sprechen, heute sind es doch die jenigen deren Technik am besten passt.

  • Zitat

    Du sprichst mir aus der Seele, Konsti, ohne die Fahrhilfen würde sich auch die Spreu vom Weizen trennen und man könnte eher wieder vom Fahrerweltmeister sprechen, heute sind es doch die jenigen deren Technik am besten passt.


    Ich sehe wir verstehen uns obwohl Renault-Ferrari was viele als keinen guten Grund sehen.

  • Zitat

    Du sprichst mir aus der Seele, Konsti, ohne die Fahrhilfen würde sich auch die Spreu vom Weizen trennen und man könnte eher wieder vom Fahrerweltmeister sprechen, heute sind es doch die jenigen deren Technik am besten passt.


    Soso ohne fahrhilfen.... also zuFuß... ein Wettrennen also?... gibts schon.
    ;D
    Jetzt mal im Ernst:
    Dieser Spruch ohne fahrhilfen ist komplizierter als er klingt.
    Was sind denn alles Fahrhilfen?
    Lenkrad hilft enorm beim fahren,- Stußdämpfer auch. Auch eine gute Motorenelektronik (per Knopfdruck zu steuern) ist eine Enorme Fahrhilfe.
    Vielleicht könnte ja mal jemand erklären was "ohne Fahrhilfe" bedeutet.

    F1 war immer ein high-tech Sport. Das sollte er auch bleiben.

  • Zitat


    Vielleicht könnte ja mal jemand erklären was "ohne Fahrhilfe" bedeutet.


    Es geht wohl um solche Dinge wie ABS, Traktionskontrolle, Startautomatik, ...!?


    Die Traktionskontrolle war nur schwer nachweisbar, deshalb hat man sie auch wieder zugelassen. Wenn alle Teams dann einmal die "BlackBox" von der FIA bekommen, dann kann man solche Sachen auch wieder rausnehmen.

  • Zitat

    Es geht wohl um solche Dinge wie ABS, Traktionskontrolle, Startautomatik, ...!?


    Die Traktionskontrolle war nur schwer nachweisbar, deshalb hat man sie auch wieder zugelassen. Wenn alle Teams dann einmal die "BlackBox" von der FIA bekommen, dann kann man solche Sachen auch wieder rausnehmen.


    Das ist auch für ein ABS kompliziert (finde ich). Eine gut abgestimmte Bremse ist ebenfalls (dadurch, dass man sie gut dosiert einsetzen kann) ein ABS. Allerdings ist die verienheitlichung der Elektronik miener meinung nach auch deswegen schade, weil hier mit wenig Geld aber viel kreativität Weiterentwicklung betriben werden kann (eine Möglichkeit für kliene Teams?)

    F1 war immer ein high-tech Sport. Das sollte er auch bleiben.

  • Zitat

    Eine gut abgestimmte Bremse ist ebenfalls (dadurch, dass man sie gut dosiert einsetzen kann) ein ABS.


    ??? Könntest du das bitte mal genäuer erklären?
    Eine gut und fein einsetzbare Bremse soll wie ein ABS sein? Da brauchst du aber ziemlich flinke Füsse, um die Bremse 40 mal pro Sekunde zu betätigen ;).

  • Anti Blockier System
    Wenn du meinst du brauchst dafür epilepsie... Bitte ;)
    Dosirtes bremsen bis kurz vor dem Blockieren ist übringens rein Physikalisch auch effizienter. "Glaube Misch" ;D

    F1 war immer ein high-tech Sport. Das sollte er auch bleiben.

  • Zitat

    Die Haltbarkeit der Motoren auf vier Rennen festzusetzen ist vom finanziellen Aspekt ja sehr Lobenswert, allerdings sollte man sich nocheinmal über die Strafen bei einem früheren austeigen eines Aggregat´s nachdenken. Die 10 Plätze-Regel finde ich im Sinne des Sports nicht Zeitgemäß. Villeicht könnte mann einen gewissen Prozentsatz auf die Qualizeit raufrechnen und somit den Motorenschaden sühnen. :)


    Denke es wäre besser die Qualisession zu begrenzen, also wer den Motor einmal wechselt kann maximal einmal weiter kommen. Wer es zweimal tut kann eben gar nicht weiter kommen. Wäre zwar im Grunde ähnlich sie die 10Plätze je Motorwechsel, aber es würde die Sache für den "nicht F1-Fan" interessanter und vor allem übersichtlicher machen. Autos würden nicht auf die Pole fahren und dann doch auf 11 oder 12 oder vielleicht doch 9 stehen, jeder wüsste klar von welcher Position gestartet würde und das sofort nach der Quali.

  • Zitat

    Dann verbieten wir also ein anti verbremssytem? ::)


    "Wir"?
    Das ABS kam im übrigen in der F1 fast nur noch bei Regen zum Einsatz, da es das Kurvenverhalten bei trockenen Bedingungen negativ beeinflusst und den Bremsweg in gewissen Situationen sogar verlängern kann.

  • Zitat

    Denke es wäre besser die Qualisession zu begrenzen, also wer den Motor einmal wechselt kann maximal einmal weiter kommen. Wer es zweimal tut kann eben gar nicht weiter kommen. Wäre zwar im Grunde ähnlich sie die 10Plätze je Motorwechsel, aber es würde die Sache für den "nicht F1-Fan" interessanter und vor allem übersichtlicher machen. Autos würden nicht auf die Pole fahren und dann doch auf 11 oder 12 oder vielleicht doch 9 stehen, jeder wüsste klar von welcher Position gestartet würde und das sofort nach der Quali.


    Da es ein sportlicher Wettkampf ist sollte die Gerechtigkeit gegenüber des Fahrers im Forderung stehen. Mann darf nicht immer die Interessen der F1 Fans über alles stellen, somit macht man den Sport irgendwann unglaubwürdig.

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)

  • Das Verfahren mit den Qualisperren für Motorwechsel würde vor allem die großen Teams, die wesentlich mehr Geld wie die kleinen Teams benachteiligen, da die kleinen Teams dadurch im Grunde keinen Nachteil haben, da sie eh nicht weiter kommen.
    Würde man nun sagen wer den Motor einmal gewechselt hat kommt auf den Platz den er nach der 2. Qualisession hat, denke ich wäre das nicht ungerecht und eben für viele Zuschauer einfacher. In der Vergangenheit gab es ja gar Rennen wo keiner, nicht mal die Fahrer bis zum Start wussten von wo sie starten.
    Ich meine es ist Unsinn Autos wo vorher feststeht, dass sie 10 Plätze zurück fallen um die Ränge 1-10 fahren zu lassen, man sollte da lieber die fahren lassen, die am Ende auf den Rängen 1-10 stehen werden. Also wenn jetzt z.B. jemand in der 2.Qualisession die schnellste Zeit gefahren hat, aber den Motor gewechselt hat, dann scheidet er aus und kommt auf Startplatz 11, der 11. rückt einen Rang vor und fährt mit in der Top10 Quali.