Mein Vater war F1 Fahrer, gebt mir ein Cockpit

  • In den letzten Jahren wird das Fahrefeld der Formel1 vermehrt von Söhnen bekannter F1 Fahrer gefüllt. Wie z.B. Nico Rossberg, Jaques Villeneuve, Christian Fittipaldi oder auch Damon Hill. Aber auch Neffen und Brüder sind in der Formel 1 oder stehen in den Startlöchern, wie z.B. Bruno Senna, Nelson Piquet jun. oder Ralf Schumacher.


    Nehmen diese Fahrer nur den wirklichen Talenten den Platz weg nur weil Sie durch die Kontakte Ihrer Väter ein Sprungbrett in die F1 haben, oder sind Sie hr Geld wirklich wert.


    Eure Meinung ist gefragt! ;)

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)

  • Es sind nicht die Kontakte der Väter, sonder einfach die Namen, die Sponsorengelder locker machen. Doch es ist wohl ein zweischneidiges Schwert, denn einerseits ist ein berühmter Name ein gutes Sprungbrett in die Königsklasse, doch auf der anderen Seite sind die Erwartungen dem entsprechend hoch gesteckt.



    Ralle ist durch seinen Namen in die F1 gekommen, doch jetzt ist dieser mehr eine Belastung als sonst irgendwas. Er wird immer der "kleine Bruder von Michael" bleiben.


    Bruno Senna beneide ich nicht. Sollte er in die F1 kommen, wird er mehr unter Beobachtung stehen, als je ein Rookie zuvor.


    Damon Hill wuchs eigentlich in sehr ärmlichen Verhältnissen auf, fuhr Motorrad und Gelände Rennen, jobte aber auch zwischendurch als Motorrad-Kurier. Dafür, dass er erst so spät in die F1 kam und durch Sennas Tod zu früh in die Rolle des Nr.1 Fahrers kam, schlug er sich ganz gut, finde ich. Seinen WM-Titel gönne ich ihm durchaus. (Ihm werde ich noch einen Thread in History widmen)


    Jacques Villeneuve hatte sowohl den Bonus seines Namens, wie auch den Finanziellen Vorteil, doch seine Erfolge erkämpfte er sich ja allein.


    Nico Rossberg - na ja..., ich fand den Vater schon nicht besonders. Er war vielleicht WM, doch ein wahrer Champion war er nicht.


    Christian Fittipaldi konnte den Erwartungen nicht Genüge leisten.



    Fazit: Es mag schon zutreffen, dass der berühmte Name die eine oder andere Tür öffnet, doch den Erfolg vermag kein Name der Welt zu verschaffen, im Cockpit sitzt man allein.


    PS: 1996 fuhren Damon Hill und Jacques Villeneuve um die WM, vielleicht wird in ferner Zukunft eine WM zwischen Hugo Häkkinen und Mick Schumacher entschieden?

  • Paulus hat es eigentlich schon gesagt.


    Ohne Talent schaffen es die Söhne genausowenig wie alle anderen. Sie haben am Anfang sicherlich Vorteile was die Geldsuche angeht und alleine damit kommt man weiter wie ein gleichwertiger Konkurrent ohne Geld, aber bis zur F1 ist es ein langer Weg und da zeigt sich dann schon in wie weit einer taugt. Siehe z.B. Matthias Lauda oder Thomas Scheckter. Die werden die F1 wohl nicht erreichen.


    Was die aktuellen F1-Fahrer angeht, so werden die eben an den Erfolgen Ihrer Vorgänger gemessen und das ist sicherlich mehr Belastung als für die "anderen". Bestes Beispiel ist finde ich Ralf Schumacher. Sicherlich nicht so gut wie sein Bruder, aber wieviele im aktuellen Fahrerfeld sind das schon? Und gegen den Rest schlägt er sich ordentlich.
    (bin trotzdem froh wenn Toyota ihn gehen lässt ;-) )

  • Ich möchte den genannten Kandidaten ja nicht das Talent absprechen. Hätten Sie keines würde kein Teamchef eines seiner Autos bereitstellen.


    Allerdings bleibt doch der Verdacht das in Zukunft Talente ohne Prominente Familienmitglieder es noch schwerer haben dürften einen Platz in der F1 zu ergattern. Denn bei einer Entscheidung zwischen einem Fahrer mit bekanntem Namen und einem normalen Talent werden sich wohl die meisten Teamchefs für die Prominenz entscheiden. Schon wegen der nötigen finanziellen Karrierespritze. 8)

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)



  • Bei Jacques und Damon war es meiner Meinung nach das Talent und auch das "Glück" im richtigen Jahr im richtigen Auto zu sitzen was ihre Leistungen nicht schmälern soll. Für mich, ist wie Paulas sagt, Bruno Senna ein armer Hund, weil wenn er in die F1 kommt, wird er von jedem beobachtet und die Latte ist extrem hoch gelegt. Das gleiche wäre wenn ein Mick Schumacher oder ein Hugo Häkkinen in die F1 kämen.

  • Zitat

    Bei Jacques und Damon war es meiner Meinung nach das Talent und auch das "Glück" im richtigen Jahr im richtigen Auto zu sitzen was ihre Leistungen nicht schmälern soll.


    stimme zu!


    ...und bei den anderen? - die haben durch den Name sicher besser Möglichkeiten - aber ohne Taten halten sie sich nur sehr kurz.


    Nicht vergessen in dieser Liste: Alexander Wurz ist ebenfalls ein Blaublütiger. Er ist der Sohn des ehemaligen Rally Cross Eurobameisters Franz Wurz (zB mit Lancia Stratos oder Audi Quattro) http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wurz


    LG Marcello


  • Erstmal ein Herzlich Willkommen Marcello !! :)


    Ich denke, wären die nicht gut, dann wären die auch nicht in der Formel 1. Die kommen ja auch nicht von heute auf morgen in die Königsklasse. Die haben so oder so bereits vorher gezeigt, dass sie Speed und Skill haben. Sicher, einige wie RSC sind nicht der Superüberflieger. Aber dennoch kann auch RSC gute Leistungen bringen...


    Greetz Star

  • Zitat

    Erstmal ein Herzlich Willkommen Marcello !! :)


    Ich denke, wären die nicht gut, dann wären die auch nicht in der Formel 1. Die kommen ja auch nicht von heute auf morgen in die Königsklasse. Die haben so oder so bereits vorher gezeigt, dass sie Speed und Skill haben. Sicher, einige wie RSC sind nicht der Superüberflieger. Aber dennoch kann auch RSC gute Leistungen bringen...


    Greetz Star


    Natürlich sind / waren sie gut, aber es gibt bessere. Wenn man sich Leute wie Hamilton oder Vettel anschaut, sobald sich ein Teamchef zwischen einem guten Sprössling eines alten F1 Stars und einem Super Talent ohne Familiere Motorsportvergangenheit entscheiden muss, wird er sich in den meisten Fällen für den Nachwuchs der Prominenz aussprechen.


    Und somit wird es für die wahren Talente immer schwerer ein Cockpit zu bekommen, da mittlerweile jeder F1-Fahrer Sprössling ebenfalls unbedingt Rennfahrer werden muss. :(

    «Alonso halte ich auf der Strecke für so stark wie Vettel. Aber Alonso fehlt abseits der Strecke alles, was Vettel bieten kann. Seb bringt sich komplett in die Dynamik einer Mannschaft ein, er sieht sich nie als Einzelkämpfer. Er weiss, dass ohne Herz und ohne Teamgeist gar nichts geht.» (Luca Baldisserri)

  • Zitat

    Und somit wird es für die wahren Talente immer schwerer ein Cockpit zu bekommen, da mittlerweile jeder F1-Fahrer Sprössling ebenfalls unbedingt Rennfahrer werden muss. :(


    Ich befürchte da hast du leider Recht. Aber geht dieser Druck dann eher vom Vater aus ??? Oder finden die alle alleine den Weg zum Motosport ?


    Greetz Star

  • Die Diskussion ist müßig. Die Welt ist und bleibt ungerecht.


    Ich möchte nicht wissen wieviele Talente z.B. in Indien oder sonstwo auf diesem Planeten schlummern, die aber in ihrem Leben wohl nie ein motorisiertes Gefährt unter dem Hintern haben werden.
    Es ist ja schon ein Segen für einen talentierten "NoName-Fahrer" wenn er in die westliche Welt geboren wird und nicht irgendwo im Busch auf eine Kuhherde aufpassen muss.

  • Zitat

    Die Diskussion ist müßig. Die Welt ist und bleibt ungerecht.


    Ich möchte nicht wissen wieviele Talente z.B. in Indien oder sonstwo auf diesem Planeten schlummern, die aber in ihrem Leben wohl nie ein motorisiertes Gefährt unter dem Hintern haben werden.
    Es ist ja schon ein Segen für einen talentierten "NoName-Fahrer" wenn er in die westliche Welt geboren wird und nicht irgendwo im Busch auf eine Kuhherde aufpassen muss.


    Da stimme ich dir nur ein bisschen zu. Schumi war auch, wie er immer zugab als Kind ziemlich arm und auch andere Fahrer kamen von ganz unten in die Formel 1 und wurden entdeckt weil sie einfach Talent haben. Ein ganz anderes Beispiel ist Eminem. Der kam auch von ganz unten. ;)

  • MSC hatte das Glück in Dt. geboren zu sein und als Kind auch mal auf der Kartbahn zu fahren.


    99% der Weltbevölkerung haben dieses Glück nicht!


    Wie willst du z.B. das fahrerische Talent eines indischen Jungen beurteilen, der noch nie in einem motorisiertem Gefährt saß?

  • Zitat

    MSC hatte das Glück in Dt. geboren zu sein und als Kind auch mal auf der Kartbahn zu fahren.


    99% der Weltbevölkerung haben dieses Glück nicht!


    Wie willst du z.B. das fahrerische Talent eines indischen Jungen beurteilen, der noch nie in einem motorisiertem Gefährt saß?


    Zum Beispiel Felipe Massa der aus Brasilien (auch nicht das reichste Land) kam lieferte bis 16 Pizzas aus. Es ist schwer zu sagen. Es ist meiner Meinung nach eine 50:50 Situation. Aber diese Kinder kennen ja auch kaum die Formel 1.


    Aber jetzt wieder: Back to Topic ;)

  • Zitat

    Da stimme ich dir nur ein bisschen zu. Schumi war auch, wie er immer zugab als Kind ziemlich arm und auch andere Fahrer kamen von ganz unten in die Formel 1 und wurden entdeckt weil sie einfach Talent haben. Ein ganz anderes Beispiel ist Eminem. Der kam auch von ganz unten. ;)


    Also so arm war MSC wohl nicht. Seine Eltern hatten ja eine Kartbahn.


    Dein Vergleich mit Eminem ist unzulässig, denn:
    - er war gar nicht so arm, wie er behauptet hatte, die Story, dass er als Kind im Wohnwagen gelebt hätte, war gelogen. ;)
    - Rap kommt von der Straße. Um glaubwürdig zu sein, muss man von Unten kommen, deshalb log Eminem auch.
    Du kannst eine Musikrichtung, die auf der Straße ihre Wurzeln hat, nicht mit dem teuersten Sport der Welt vergleichen.

  • Ich kann nicht abstimmen!
    Der Grund ist: sie sind als fahrer nicht schlecht (soziale Prägung) und bringen schnellen Medienrummel -> Geld.

    F1 war immer ein high-tech Sport. Das sollte er auch bleiben.

  • Zitat

    Also so arm war MSC wohl nicht. Seine Eltern hatten ja eine Kartbahn.


    Dein Vergleich mit Eminem ist unzulässig, denn:
    - er war gar nicht so arm, wie er behauptet hatte, die Story, dass er als Kind im Wohnwagen gelebt hätte, war gelogen. ;)
    - Rap kommt von der Straße. Um glaubwürdig zu sein, muss man von Unten kommen, deshalb log Eminem auch.
    Du kannst eine Musikrichtung, die auf der Straße ihre Wurzeln hat, nicht mit dem teuersten Sport der Welt vergleichen.


    Eminem: Da weiß ich halt nicht so genau Bescheid. Mir ist einfach nichts besseres eingefallen. Aber Schumis Eltern hatten keine Kartbahn. Rolf Schumacher (Schumis Vater) "pflegte" sie nur. Schumi sagt auch immer selber dass er in seiner Kindheit eher arm war.

  • Die "Söhne ihrer Väter" haben sicherlich manchen Vorteil.
    Neben den bereits erwähnten gibt es ja auch noch die Andrettis, falls sich mal wieder einer von denen in die F1 traut...
    Der eine ist ne F1 Legende, der andere Teambesitzer, die Sprößlinge Kartfahrer.
    Wenn das so tief in der Familie verwurzelt ist, kann man auf eine Infrastruktur zurückgreifen und sich besser vor z.B. Knebelverträgen schützen. Die Verhandlungen werden auf Augenhöhe geführt und nicht diktiert. Neben dem direkten Gehalt können die Vermarktung der Mütze und der persönlich lizensierten Fanartikel Vertragsinhalte sein, die frei verhandelbar sind.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
    Voltaire