Hockenheimring

  • Geschichte---Der Hockenheimring ist eine der modernsten Rennstrecken der Welt – aber auch eine der traditionsreichsten.



    1930 bis 1932: Von der Idee zum ersten Rennen
    Ernst Christ ist der eigentliche Vater des Hockenheimrings: Der junge Hilfszeitnehmer fasste 1930 den Plan ins Auge, in seiner Heimatstadt eine Rennstrecke zu gründen. Hockenheims Bürgermeister Philipp Klein wurde für das Projekt gewonnen. Einstimmig billigte der Gemeinderat am 25.12.1931 die Rennstrecken-Vorlage.
    Umfassende Bauarbeiten begannen am 23.03.1932. Und nur zwei Monate später ging mit dem Start zum „1. Motorradrennen" in Hockenheim am 29.05.1932 ein Traum in Erfüllung. Für die Kleinstadt begann ein Aufstieg, der ihren Namen in der ganzen Welt bekannt machen sollte.


    1961 bis 1966: Das Motodrom entsteht
    Anfang der 60er Jahre war in Zusammenhang mit der Neuplanung der Autobahn Mannheim-Walldorf eine Veränderung des Hockenheimrings unumgänglich geworden. Ernst Christ erarbeitete 1961 das zuschauerfreundliche Motodrom-Konzept. Der Umbau begann im Frühjahr 1964. Am 22.05.1966 eröffnete der damalige Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm das neue Motodrom anlässlich des Großen Preises von Deutschland für Motorräder.


    Seit 1970: Die Formel 1 gastiert
    Die Königsklasse kam vor 35 Jahren in die Kurpfalz: Am 2. August 1970 fand das erste Formel-1-Rennen in Hockenheim statt. Über 100.000 Zuschauer erlebten einen Sieg von Jochen Rindt auf Lotus-Ford. 1971 kehrte die Formel 1 wieder auf den Nürburgring zurück. Doch 1976 verunglückte Niki Lauda auf der Nordschleife schwer. Die Formel 1 kam daraufhin 1977 wieder nach Hockenheim. Mit einer Unterbrechung, 1985 zur Eröffnung des neuen Nürburgrings, wird der Große Preis von Deutschland für Formel-1-Rennwagen seitdem auf dem Hockenheimring ausgetragen.
    Alle Informationen zum Großen Mobil 1 Preis von Deutschland am Hockenheimring 2005 finden Sie hier.


    1999 bis 2003: Umfangreicher Umbau
    Weil der alte Kurs mit 6,8 Kilometern zu lang und in weiten Passagen des Waldes für die Zuschauer nicht zugänglich war, entstanden Ende 1999 erste Pläne für eine kürzere Strecke mit besseren Überholmöglichkeiten. Am 21.12.2001 erhielt die Hockenheim-Ring Besitz GmbH die Baugenehmigung, am 4.02.2002 erfolgte der Spatenstich.
    Nach dem rund 62 Millionen Euro teuren Umbau präsentiert sich der Hockenheimring so attraktiv wie noch nie. Denn die um zwei Kilometer verkürzte Strecke garantiert spannende Überholmanöver. Dank neuer Tribünen stieg die Zuschauerkapazität von 83.000 auf 120.000 Plätze, und das neue Fahrsicherheitszentrum ist eine zusätzliche Attraktion.



    Mich würde mal eure Meinung interessieren. ::)


    Quelle

  • Also..fassen wir mal zusammen:
    Was hat der neue Kurs gebracht?
    1.Eine langezogene einen km lange Kurve mit zwei Spitzkehren am Anfang und am Ende.
    2.Einen kleiner "Knick" im Kurs mit der An und Abfahrt zur/von der Mercedes Tribüne.
    3.Die Mercedes Tribüne selber.
    4.Weitere kleine Tribünen an beiden Spitzkehren.


    Was wurde entfernt?
    Die komplette Schleife durch den Wald mit der gesamten Ostkurve.
    Hier wurde die ganze Charakterrisik der alten Traditionsstrecke vernichtet.
    Die lange Geschichte und das Gesicht des Kurses /seine Ovale Form mit Füssen getreten und "kastriert".
    Jede Menge Wald wurde abgeholzt für eine Tribüne,die man auch in der Nordkurve zb. hätte bauen können.Die Tribüne in der Südkurve wurde ja auch "aufgestockt" und modernisiert.
    Damit nicht genug...die alte Strecke wurde auch noch neu beforstet,um der Umweld gerecht zu werden.Sie wurde nicht mal so belassen so wie zb. die Steilkurven in Monza um zumindest ein bischen die Tradition zu bewahren!
    Ich frage mich bis heute welcher I.....und welche I......ten das beschlossen bzw genehmigt haben.
    Man hätte doch nur die Zufahrten in den Wald verbessern brauchen und dort dann einige kleine Tribünen bauen können so wie man es bei beiden Spitzkehren auf dem neuen Kurs getan hat.
    Hockenheim galt immer als Highspeed Piste mit "Gänsehaut" Feeling im Motodrom.Mag sein das der Kurs Motorenmordend und nicht mehr mehr ganz Zeitgemäß war aber was man jetzt dort gebaut hat ist für mich persöhnlich eine Beleidigung für die alte Strecke.
    Es gibt genug neue Kurse in der F1...da brauch man nicht die letzten Tradionstrecken zu krastrieren um ihnen "Zirkus-Charakter" zu verleihen. >:( :-[

  • die alte war besser. man sollte tradition nicht zum opfer von werbung etc machen.
    ziel war ja auch, dass man fahrzeuge öfter sieht, also im bild hat.
    ich hatte das einmalige glück, dass ich 2001 am ring im motodrom war. das werde ich mein leben lang nicht vergessen! DANKE!

  • leider durfte ich den alten ring nie erleben, zumindest hätte ich mir auf jeden fall gewünscht das die alte strecke angeschlossen gelbliben wäre.
    im forum von hockenheimring.de wurde das mal ausführlicher erklärt, habe grad auf die schnelle nur ein kurzes statement von hockenheimring gefunden:


    "Im Zuge des Streckenumbaus mussten leider die alten Streckenteile renaturiert werden."


    es war wohl so das die f1 bei der alten strecke den abgang gemacht hätte (sicherheit?) und das von den behörden ohne "renaturierung" keine genehmigung gekommen wäre. man stand also wohl vor der wahl:


    tradition erhalten, f1 weg, finazielle schwierigkeiten


    oder


    mord an der tradition, dafür aber eine "gesicherte" zukunft..


    also pest oder colera...

    Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen
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    Geblendet vom Zenario erkennt man nicht
    Die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht


  • Da hast du leider recht Ned.Nicht nur die Sicherheit,sondern auch die Zuschauerzahlen und wie Scuderia schon schrieb...Werbefläche waren der Grund.Die Autos möglichst überall auf der Strecke im Bild zu haben und schöne grosse,Waldfreie Fläche für die Werbung.Im Wald war dazu keine Fläche .Noch dazu konnte man nicht alle 200 Meter im Wald eine TV Kamara aufstellen.
    Das ist eine ganz grosse S....erei die da gelaufen ist und Bernie konnte ja den Verantwortlichen des Hockenheimrings die Pistole auf die Brust sezten,da es am Nürburgring und am Lausitzring Konkurrenten in Deutschland von aller erster Güte gibt.So sieht das leider aus.


    Aber ich frage mich warum man dann den Ring SOOO! abscheulich umbauen musste.
    Der Charakter von damals ist doch völlig weg.
    Ich hätte rund um die alte strecke gerade soviel Wald "abgeholzt" wie nötig um die Strecke mit Auslaufzonen sicher zu machen.Dann hätte Bernie auch Platz gehabt für seine Fernsehwerbung.Man hätte alles überlegen können...aber doch nicht so etwas.Das hat für mich nicht mehr das Wort Ring verdient...sondern wenn man nach der Form geht das Wort Keil ;DHockenheimkeil ;D
    Für mich ist oder war das die schlechteste Lösung für das wenigste Geld.


    PS:Bei einer Umfrage der Fahrer 2002 sprachen sich 2/3 für den alten Ring aus.
    Für den neuen Ring waren nur MR.Angsthase,Grossschn...Sicherheisexperte Ralle Schumacher,Villeneuve(hasste die alte Strecke),Michael Schumacher(da kann ich ihn nicht verstehn) ua.

  • Bernie wollte auch den Fernsehstationen einen Gefallen tun. Die Rundenzeiten sollen auf allen Strecken ungefähr 1:20 dauern. Damit die Werbepausen besser kalkuliert werden können.
    Deswegen war die Kürzung unumgänglich.

  • sorry aber das ist blödsinn.


    die schnellste runde war im jahr 2001 eine 1:40


    zum vergleich die rundenzeiten im jahr 2004


    Malaysia 1:33
    Bahrain 1,30
    Spa 1,45 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
    Suzuka 1,32
    China 1,32


    das argument zieht also mal locker nicht!!!!

  • Hockenheim 2001:


    Qualifikationstraining
    Samstag, 28. Juli 2001
    Wetter: sonnig und heiß


    Poleposition
    1. 6 Juan-Pablo Montoya
    Williams FW 23 - BMW
    Michelin 1:38,117


    Schnellste Rennrunde:
    Juan-Pablo Montoya
    Williams FW 23 - BMW
    Michelin
    in 1:41,808 min



    Ich habe da aber auch etwas gehört von wegen Rundenzeiten verkürzen.Warum,weshalb,wieso weiss ich jetzt nicht mehr.Aber das dieses Argument mit den Werbepausen nicht zieht,sieht man ja an den Zeiten von zb. Spa,wie Scuderia schon schrieb.

  • Zuerst eine kleine Korrektur. Es könnte auch 1:25 Rundenzeiten gewesen sein, bin mir aber ziemlich sicher, daß damals von 1:20 gesprochen worden ist.
    Ich habe lediglich dargestellt, was damals an Begründungen geliefert worden sind. In wie weit die den Tatsächlichen Gründen von Bernie Ecclestone und Co. entsprechen entzieht sich meiner Kenntnis.

  • Das bisherige Ergebniss entspricht voll und ganz meinen Erwartungen an diese Umfrage. Es kann nicht sein, dass ein, ich nenne ihn mal Reagenzglaskurs, denn nichts anderes ist der neue Kurs des Hockenheimrings, besser ist als der alte. Der alte Teil der Strecke war geprägt durch lange Geraden und Schikanen und dazu gegen ende jeder runde dann das Motordrom. Der Kurs bestand also aus zwei unterschiedlichen streckenteilen, wobei die eine einer alleinfahrt durch wald gleichkommt und der andere wohl eher dem feeling in einem stadion gleicht. Beide streckenteile bildeten das Besondere am alten kurs. Somit finde ich den neuen Kurs eine Schlamperei.

  • Ich fand den alten Hockenheimring auch viel besser wie den Neuen.
    Der Neue schaut aus wie ein 0815-Kurs.
    Der beste Streckenteil war für mich die Ostkurve, aber genau die musste raus um den Kurs zu verkürzen.
    Ich verstehe nicht warum man nicht einfach mehr Tribünen gebaut hat. Da hätte man sogar weniger Wald abgeholzt wie bei der neuen Strecke.


    Für mich ist klar:
    Der alte Kurs war viel besser wie der Neue.

    "Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss."


    Anmeldedatum im alten Forum am 18.8.2006!

  • Ich bin gerade auf Bilder des alten Kurses gestossen bzw auf das was aus ihm geworden ist :(



    Waldgerade vor der Ostkurve "Bremsschikane"



    Die Ostkurve bzw später Schikane :'(



    Ausgang Ostkurve.



    Blick Richtung Senna Schikane Richtung Motodrom(Im Hintergrund die neue Mercedestribühne). :-/


    In ein paar Jahren wird gar nichts mehr zu sehen sein.-Schade-


    Quelle

  • Die alte war eindeutig besser.
    Und zu den Rundenzeiten:
    Auf einem Kurs der über 6km lang ist werden wohl
    kaum Rundenzeiten in der Nähe von 1.20 gefahren.
    Ich hab auch schon so etwas gehört aber mir kommt
    das etwas sehr kurios vor, da der Kurs nicht viel kleiner
    war als Spa

  • Dann warn es halt 1:40er. Wurscht.


    Mir fehlt die lange Waldgerade mit über 370 KM/h. Wenigstens mal gute Überholmöglichkeiten.

  • ich war 2001 donnerstag bis sonntag im wald zelten und habe alle trainings, quali und rennen verfolgt. einfach genial!!!

  • Zitat

    Dann warn es halt 1:40er. Wurscht.


    Mir fehlt die lange Waldgerade mit über 370 KM/h. Wenigstens mal gute Überholmöglichkeiten.


    Der Spitzenwert lag in Hockenheim bei 368km/h auf der Waldgeraden vor der Jim Clark Schikane--von DC aufgestellt wenn ich mich recht entsinne.


    Und die Zeiten um 1:40<---aber auch nur wegen des "langsamen" Motodroms.Sonst hätten die Fahrer die 5 km Wald-Highspeed (mit Start/Ziel und Nordkurve) wesentlich schneller geschafft ohne das Motodrom.

  • Jop nur das Motodrom gehört nunmal zum Kurs.


    Gabs nicht ein Jahr später die 372 KM/h auch von Coulthard? Mir war so.