• Anlässlich des 30. Jahrestages seiner "Zweiten Geburt" hier der Fahrer-Thread.


    Niki Lauda

    Exakter Name: Andreas Nikolaus Lauda


    Österreich





    Geburtsdatum 22. Februar 1949
    Alter heute 57 Jahre, 160 Tage
    Zu Grands Prix gemeldet 177
    Grands Prix gefahren 170
    Siege 25
    Pole-Positionen 24
    Schnellste Rennrunden 24
    Angeführte Rennen 41
    Punkte (alle/nur Meisterschaft) 420,500 / 420,500
    Meisterschaftsplätze WM-17. 1973 2 Punkten
    WM-4. 1974 38 Punkten
    Weltmeister 1975 und 64,500 Punkten
    WM-2. 1976 68 Punkten
    Weltmeister 1977 und 72 Punkten
    WM-4. 1978 44 Punkten
    WM-14. 1979 4 Punkten
    WM-5. 1982 30 Punkten
    WM-10. 1983 12 Punkten
    Weltmeister 1984 und 72 Punkten
    WM-10. 1985 14 Punkten

    Erste Meldung /
    Erster Start Beim Grand Prix Österreich 1971
    In einem March-Ford 711
    Eingesetzt von March

    Letzte Meldung /
    Letzter Start Beim Grand Prix Australien 1985
    In einem McLaren-TAG MP4/2B
    Eingesetzt von McLaren

    Erstmals Punkte Beim Grand Prix Belgien 1973
    In einem BRM P160E
    Eingesetzt von BRM

    Letztmals Punkte Beim Grand Prix Niederlanden 1985
    In einem McLaren-TAG MP4/2B
    Eingesetzt von McLaren


    Quelle

  • Niki Laudas Flammenhölle am Nürburgring


    Die schrecklichen Bilder gingen um die Welt: Niki Lauda sitzt in seinem brennenden Formel-1-Boliden, die Sekunden verrinnen und es scheint eine kleine Ewigkeit zu dauern, bis der Österreicher der Flammenhölle entkommt - Laudas Unfall auf dem Nürburgring ist bis heute der vom Fernsehen wohl meistgezeigte Formel-1-Crash. Heute jährt sich jener schicksalhafte Tag zum 30. Mal.


    Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring am 1. August 1976: Der Start erfolgte damals bei ziehenden Wolken, Regenschauern und nasser Strecke. Deshalb entschieden sich 25 der 26 Fahrer für Regenreifen. Nur der einheimische Jochen Mass, der damals in Köln lebte, ließ seinen McLaren-Ford nicht zuletzt auf Initiative von Ford-Rennleiter Michael Kranefuß ("Ich kenne die Wolken in der Eifel") mit Slicks ausrüsten.


    Bei abtrocknender Strecke merkten die anderen 25, dass sie verwachst hatten. Nach der ersten Runde, damals auf dem alten Ring nach 22,835 Kilometern, war deshalb Umrüsten auf Slicks angesagt. Auch der in der WM führende Titelverteidiger Lauda steuerte seinen Ferrari an die Boxen. Nach 23 Sekunden fuhr er weiter.


    Nach der zweiten Runde dann ungläubiges Staunen auf den Tribünen: Mass raste als Erster über die Ziellinie, es folgte eine unheimliche Stille. Erst mehr als 30 Sekunden später kam der Schwede Gunnar Nilsson im Lotus und nach 46 Sekunden James Hunt (McLaren), Laudas Rivale im Kampf um den WM-Titel.


    Gerüchte machten sich breit, es habe einen schweren Unfall gegeben. Die Strecke im Bereich Breidscheid sei blockiert. Damals in Zeiten ohne totale Fernsehüberwachung wurde die Rennleitung noch von Streckenposten per Telefon informiert. Die Journalisten sahen nur den Start- und Zielbereich, und nur aus der Tatsache, dass das Rennen abgebrochen wurde, konnten sie schließen, dass es ernst sein musste.


    Lauda war bei Kilometer 10,6 in einer schnellen Linkskurve vor dem Streckenabschnitt Bergwerk verunglückt. Die fast 200 Liter Benzin im Fahrzeug liefen aus und entzündeten sich. Zwei der nachfolgenden Wagen stießen gegen Laudas brennenden Ferrari. Andere Fahrer konnten anhalten. Die Strecke war blockiert. Mehrere Piloten - Arturo Merzario (öffnete im Feuer den Verschluss von Laudas Sicherheitsgurten), Brett Lunger, Guy Edwards und Harald Ertl - bargen den Österreicher aus dem brennenden Wrack.

  • Lauda hatte zwei Rippenbrüche, einen Jochbeinbruch und Verbrennungen an Kopf, Gesicht und Händen erlitten. Lebensbedrohend waren die Lungenverätzungen durch das Einatmen des giftigen Rauchs. Vier Tage kämpfte der Österreicher in der Uniklinik Mannheim, wo er auch schon die letzte Ölung bekam, um sein Leben, dann erfolgte die Verlegung in eine Spezialklinik für Brandverletzungen nach Ludwigshafen.


    Die 'Bild'-Zeitung sinnierte damals: "Wie lebt ein Mann ohne Gesicht?" Die Antwort folgte bald: Nur 42 Tage nach seinem Unfall fuhr Lauda am 12. September 1976 wieder um WM-Punkte. Er belegte Platz vier und hatte vor dem Rennen in Japan noch die Chance, seinen WM-Titel erfolgreich zu verteidigen, doch bei strömendem Regen gab er aus Sicherheitsgründen auf und überließ James Hunt den WM-Titel. "Ich wollte mich nicht ein zweites Mal umbringen", sagte Lauda später.


    Die genaue Unfallursache wurde nie bekannt. Lauda selbst hat überhaupt keine Erinnerung: "Meine Erinnerungslücke beginnt mit dem Boxenstopp, gibt ein kurzes Erinnern an den Hubschrauberflug ins Krankenhaus frei und reicht ansonsten bis zur Intensivstation in Mannheim."


    Für den alten Nürburgring war der brennende Lauda-Ferrari ein Fanal. Die Berg- und Talbahn hatte als Formel-1-Kurs endgültig ausgedient, was die Formel-1-Fahrer übrigens schon vor dem Rennen 1976 deutlich gemacht hatten.


    1977 holte Lauda im Ferrari seinen zweiten WM-Titel. In jener Saison gewann er unter anderem fast auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Unfall am 31. Juli den Grand Prix von Deutschland - in Hockenheim.



    Quelle


  • Die alte Nordschleife ,auch grüne Hölle genannt wurde nach Laudas Unfall nie wieder von der F1 gefahren.Sie galt als eine der besten und gefährlichsten Strecken Europas.Über 20! km lang.


    Der Unfall ereignete sich im Streckenabschnitt "Bergwerk" bei Breidscheid.Bei mir auf dem Google Earth Bild durch "Nordschleife 1" gekennzeichnet.


  • Zitat

    Er war ÖSTERREICHER und der beste Fahrer aus meinem Heimatland.


    Was die fahrerischen Qualitäten betrifft, war Jochen Rindt um einiges schneller. Leider ist er zu früh gestorben.


    Niki Lauda merkte sehr früh, dass er fahrerisch Supertalenten wie einem Ronnie Peterson nie das Wasser würde reichen können. Deshalb war er der erste, der akribisch sein Auto abstimmte, Rennstrategien ausarbeitete und Rennsituationen analysierte.
    Er schlug seine Gegner mit Hirn.


    Vom reinen Grundspeed war auch Gerhard Berger schneller. Dem faulen (sechsbeinigen) Hund stand sein eigenes Talent im Weg, er musste/wollte sich nie anstrengen oder verbessern.


    Aber der beste Österreicher ist für mich Jochen Rindt.

    Einmal editiert, zuletzt von Athosaramisporthos ()

  • Zitat

    Er war ÖSTERREICHER und der beste Fahrer aus meinem Heimatland.


    Ich bin ebenfalls stolz dass er aus Österreich kommt (wie ich)!!


    Er ist einer der besten Fahrer den es gibt (gab?) und er wird den Menschen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben (aber nicht nur wegen seinem Unfall)!!


    Was ich noch sagen wollte, ich finde es wirklich toll wie gut Niki Lauda mit dem Unfall umgeht, und dass er so leicht darüber sprechen kann, wenn man sich vorstellt dass er fast gestorben ist!!


    Aber trotzdem, ich bin STOLZ darauf!!


    [glb]lg Cherry[/glb]