Lausbuben - Legenden, Gerüchte, Anekdoten!?!

  • Es gibt sehr viele Legenden und Gerüchte über "Lausbubengeschichten" von F1 Fahrern. Mich würde interessieren ob jemand die selben kennt wie ich, wieviel Wahrheit da drin steckt, weil es zu sowas nur selten Quellen gibt und was einfach die lustigsten sind.


    1. 1987 oder 88 in Ungarn hat sich Gerhard Berger mit anderen Fahrern zusammen nach Rennen besoffen. Im Übermut haben sie zusammen ein Auto geklaut um nachts zum Hotel zurück zu kommen. Die Polizei wollte sie anhalten und sie sind dann über Wiesen und Felder abgehauen, weil es ihnen nicht erlaubt war das Hotel zu verlassen.


    2. Jean Alesi hat angeblich in der Saison 1997 den Rallye Lancia Delta von Flavio Briatore (Martini Racing Sammlerstück) zu Schrott gefahren. Das Fahrzeug gehörte Briatore Privat und er hatte es zu PR Zwecken bei einigen GP dabei. Alesi hatte sich das Auto "geliehen" ohne Flavio zu fragen.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
    Voltaire

  • JV und MS haben sich 1998 am Sonntag vor dem Rennen in Hockenheim eine private Strassenralley vom Hotel in Karlsruhe zum Ring geliefert, welche JV gewann. Das jedenfalls wurde im Fahrerlager von Sauber erzählt.

  • Kimi hats drauf!!!! ;D 8) 8)


    Kimi Räikkönen ist einer der Fahrer, die auch in der heutigen professionellen Formel 1 nichts dagegen haben, auch abseits der Strecke Spaß zu haben. Der finnische Pilot nahm in seiner Heimat an einem Motorbootrennen teil. Vielleicht, um nicht gleich erkannt zu werden, erschienen der Ferrari-Starer und zwei Freunde in Gorilla-Kostümen.


    Mit Foto hier:
    http://f1.gpupdate.net/de/news/2007/08/02/kimi-der-gorilla/

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
    Voltaire

  • Sorry ich hab vergessen das Video zu posten. :-[. Also bei 1:44 kommt der entsprechende Teil. Bitte nicht das Video überbewerten. Es ist ein bisschen Anti Schumi.


    [media]http://www.youtube.com/watch?v=7__-hESRD0g[/media]


    Hier auch noch eine Story (hat mir mein Vater erzählt).
    Senna prahlte in einem Helikopter vor anderen Fahrern mit seinem neuen Aktenkoffer, welcher unzerstörbar sein sollte. Berger nahm den Koffer und warf ihn aus dem Helikopter mit den Worter:"Jetzt schauen wir mal ob der unzerstörbar ist!"

  • Zitat

    Sorry ich hab vergessen das Video zu posten. :-[. Also bei 1:44 kommt der entsprechende Teil. Bitte nicht das Video überbewerten. Es ist ein bisschen Anti Schumi.


    [media]http://www.youtube.com/watch?v=7__-hESRD0g[/media]


    Hier auch noch eine Story (hat mir mein Vater erzählt).
    Senna prahlte in einem Helikopter vor anderen Fahrern mit seinem neuen Aktenkoffer, welcher unzerstörbar sein sollte. Berger nahm den Koffer und warf ihn aus dem Helikopter mit den Worter:"Jetzt schauen wir mal ob der unzerstörbar ist!"


    Ja und ein Fan hat den Koffer gefunden und ihn Senna wieder zurück gegeben.


    Senna und Berger haben sich übrigens öfter mal einen Streich gespielt.

  • Mir fällt da noch eine Geschichte ein.


    Also Ayrton Senna war bei Testfahrten in Silverstone und fuhr auf der Autobahn von Silverstone Richtung London, natürlich viel zu schnell.


    Eine Polizeikontrolle hielt ihn desswegen an.


    Einer der Polizisten sagte: Wer glauben Sie eigentlich wer Sie sind, Sie halten sich wohl für Nigel Mansell.



    Darauf meinte Ayrton Senna: Nein ich bin Ayrton Senna.


    Das blöde Gesicht des Polizisten hätte ich damals gerne gesehen.


    Ich finde diese Story einfach köstlich.



    Ach ja auch Ralf Schumacher wurde in Salzburg auf der Autobahn schon mal wegen zu schnellem fahrens gestoppt.

  • Hehe - Coole Geschichten!


    Mir kam beim lesen heute noch eine, ich glaube MS hat mal seinen Renault Laguna auf der Autobahn unter einem LKW abgestellt... Weiß aber nicht mehr wann oder wo...

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
    Voltaire

  • Zitat

    @ Enzo: Eine ausgezeichnete Story.



    Ja Danke, das finde ich auch.


    Ich muss mal in den alten GP Storys von Heinz Prüller nachschlagen, da stehen haufenweise so interessante Anekdoten und lustige Geschichten rund um die Formel 1 und ihre Fahrer drinnen.

  • Habt Ihr noch mehr solcher geschichten?
    Die Sache mit Senna auf der Autobahn ;D ;D ;D


    @ Enzo: Ist das ein Buch wo Du nachschlagen möchtest? Wenn ja kannst Du mir mal den Titel nennen?

  • Zitat

    Habt Ihr noch mehr solcher geschichten?
    Die Sache mit Senna auf der Autobahn ;D ;D ;D


    @ Enzo: Ist das ein Buch wo Du nachschlagen möchtest? Wenn ja kannst Du mir mal den Titel nennen?


    Ja, sind aber mehrere Bücher.


    Also Heinz Prüller der ORF Komentator schreibt jedes Jahr so ein Jahrbuch über die Formel 1 und da stehen halt auch ab und an lustige Geschichten drinnen.


    Die Bücher heißen "Grand Prix Story"


    Ich habe die Grand-Prix Story´s von 1988-2006.


    Die alten Bücher aus den 70ern und frühen 80ern wären natürlich auch toll, aber die sind fast nicht mehr zu bekommen.


  • Ich hab letztes Jahr (also 2006) zum ersten Mal so ein Buch gekauft (früher meist nur große Bücher wo von 1950-2003/04/05) immer die WM auf ca. 1 Seite zusammengefasst wurde und ca. 2 Seiten Bilder aus diesen Jahren. Und am Ende jedes Jahres, war ein Bild von allen teilnehmenden Autos und Fahren. Nur ca. 16 Autos fehlen und alle vor 1963. Und am Ende sind alle Fahrer mit Bild, die mindestens 1 Rennen bestritten haben.
    Ich kenne jemanden, der hat GPS aus den siebzigern und achtzigern. Frage mal, ob ich eins ausleihen kann.


    Ich kenne übrigens noch ein tolles Buch. Es nennt sich "Unglaublich" und ist ebenfalls von Prüller. Dort stehen lauter lustige, aber auch mysteriöse Sachen über viele Sportarten drinnen.


    Eine Geschichte:
    Als Prost noch Formel 3000 fuhr (ich glaube es war die F3000) sperrten ihn mal 2 Konkurenten vor dem GP in Zandvoort ein. Und zwar in der Toilette. Prost brach das Klofenster auf und startete doch und überrundete sogar seine "Einsperrer".


    Noch eine Geschichte:
    Der erste Monacosieger (1929) gründete während des 2. Weltkriegs eine Widerstandsgruppe mit anderen Rennfahrern gegen die Nazis. Er wurde glaube ich 2 mal eingesperrt und floh beide mal. Beim 3. Mal wurde er von den Nazis "auf obersten Befehl" im KZ ermordet.


    Nun eine Geschichte aus der GPS 2006:
    Jackie Stewart wollte seine Karriere mit seinem 100. GP beenden, doch sein Teamkollege Cevert starb im Training, glaube ich und Stewart fuhr den letzten GP nicht mehr.


    Noch eine Geschichte aus der GPS 2006:
    Ayrton Senna spielte jahrelang vor dem GP von Monaco im Casino seine Startnummer aus Aberglauben.


    GPS 2006 die 3.:
    Moss's Rennmechaniker Alfonso Francesco Kowalewski wurde von den Deutschen, als Warschau 1939 besetzt wurde, eingesperrt, durfte aber Autos reperieren und Probe zu fahren. Er hatte aber immer nur 2-3 Liter Sprit, damit er nicht flüchten konnte. Er zapfte jedoch bei jeder Pobefahrt so 0,5 Liter ab und als er genug hatte flüchtete er nach Rumänien, dort verkaufte er Schokolade, wurde von den Nazis wieder gefunden, flüchtete aber mit polnischen Kriegsfliegern nach England, wurde in ein Gefangenenlager eingesperrt, wo der Kommandant Tony Rolt hieß und zu dieser Zeit schon ein guter und berühmter Rennfahrer war.


    Und die letzte (leider nicht so genau):
    Vor einem GP (ich glaube Monaco) spielten Bernie, Rindt und ich glaube Brabham Black Jack bis sie merkten, dass die Motoren schon aufheulten. Sie warfen die Karten auf den Tisch und rannten weg und fuhren den anderen Autos hinterher.


    Was war die Formel 1 doch einmal ;D :D :)

  • Ich kenne auch noch eine tolle Geschichte.


    Gerhard Berger und Jean Alesi und Jean Todts Lancia ;D


    Textzitat aus dem Buch: Zielgerade von Gerhard Berger.



    Jean Alesi und ich schlenderten zu den geparkten Direktionsfahrzeugen, um einen Wagen zu finden, mit dem wir die knappen tausend Meter vom Werksgelände hinüber zur Teststrecke Fiorano fahren konnten. Es gab nur Lancias und Fiats, und einer der Lancias stand offensichtlich für uns parat, der Schlüssel steckte.
    Ein paar Autos daneben sah ich einen besonders hübschen Lancia Integrale, der gefiel uns irgendwie am besten aus der ganzen Reihe, und der Schlüssel steckte auch. Also nahmen wir den.


    Wer fährt?
    Alesi opferte sich und ich hatte das Gefühl, dass er das neue Jahr sehr ambitioniert beginnen könnte. Vielleicht würde er sein weltmeisterliches Können schon auf der Anfahrt nach Fiorano aufblitzen lassen. Jedenfalls stellte ich meinen Sitz auf die letzte Raste, wegen der Kraft der gestreckten Beine, und legte den Gurt an.
    Wir hatten zuletzt zwar wenig Rennen gewonnen, aber wir sind ziemlich gut, wenn wir gemeinsam fahren, zum Beispiel: Alesi am Gas, Berger an der Handbremse.
    Jean glühte wie ein Bescheuerter aus dem Haupttor und baute genügend Speed auf, um die erste Rechtskurve im Drift zu nehmen, wobei ich ihn an der Handbremse unterstützte. Er war absolut voll am Gas, und auch die mittlerweile voll gezogene Handbremse hinderte den Lancia nicht wirklich am Fortkommen. Ich ließ die Bremse nach, er blieb mit vollem Hammer drauf, das Tor von Fiorano war offen und wir schafften wieder einen Superdrift, der dank Handbremse geradezu perfekt wurde. Der Integrale schob elegantissimo über alle vier Räder hinaus.
    Plötzlich kriegte ein einziges Vorderrad Grip und leitete die anmutigste Bewegung ein, deren ein Auto fähig ist: Seitlich übers Vorderrad.
    Wir merkten es daran, dass wir in der Luft saßen, Jean noch mehr als ich, weil er nicht angeschnallt war. Der Wagen rollte gleichzeitig kopfüber und seitlich ab, wir konnten nichts tun außer quietschen und blöd lachen. Dann prackte es den Integrale mit unheimlicher Wucht aufs Dach, verkehrt rutschte er mit vollem Zahn weiter und knallte in die Mauer. Es machte einen Riesentuscher. Alesi war völlig verdreht und hatte die Knie beim Fenster draußen, das Dach war praktisch flach, und unsere Nasen steckten zwischen den Sitzen, zehn Zentimeter Nase an Nase. Überall war Rauch und auslaufendes Öl, ich kriegte die Panik, dass wir gleich zu brennen anfangen würden. Wir hatten ja keine Chance, uns zu befreien, unsere Köpfe steckten im stockfinsteren Bereich zwischen Flachdach und Handbremse.
    Dabei waren wir fast schon am Ziel gewesen. Wir waren den Mechanikern, die sich mit dem Aufwärmen unserer Formel-1-Autos beschäftigten, praktisch vor die Füße gefallen. Sie zerrten uns an Händen und Füßen durch die schmal gewordenen Fensteröffnungen raus, rundherum dampfte es, alles grammelte und schmirgelte.