Gilles Villeneuve

  • Gilles Villeneuve


    Gilles Villeneuve war --auch wenn er "nur" 6 GP gewonnen hat in der F1-- ein Held dieses Sports.
    Stets fuhr er bis ans absolute Limit seines Boliden und viel zu oft noch darüber hinaus.Die Wirkung seines Todes lässt sich mit dem von A.Senna zwölf Jahre später vergleichen.


    Nirgendwo spürte man den Verlust stärker als in seiner Heimatstadt Montreal (Kanada) ,wo die Rennstrecke sofort umbenannt wurde und nun seinen Namen trägt.Sein Debüt in der F1 war so spektakulär wie seine ganze Karriere, als er 1977 mit einem dritten Mclaren den Britischen GP bestritt.Am Ende der Saison fuhr er für Nicki Lauda im Ferrari den kanadischen GP in Mosport.Während der nächsten 12 Monate machte er sich einen Namen durch extreme Schnelligkeit,furchtloses Fahren und zahlreicher Unfälle.


    Seinen zweiten kanadischen GP 1978 fuhr er auf der "neuen" ,bis heute gefahrenen Strecke auf der Ile de Notre Dame.Jean-Pierre Jarier,"Aushilfspilot" beim beim dominierenden Lotus Team hatte von der Pole Position aus eine komfortable Führung ausgebaut.Villeneuve hatte sich an "Scheckters(WM 1979) Wolf" ,vorbeigekämpft,lag aber nun 30 Sekunden hinter dem Franzosen,der jedoch--zwei drittel des Rennens waren gefahren--wegen nachlassebder Bremsen die Box ansteuern musste.Ganz Quebeck war in einem Freudentaumel, als Villeneuve schliesslich als erster die Zielline überquerte und seinen ersten GP Sieg feierte.


    Ein Jahr später liess er einen zweiten Platz hinter Alan Jones folgen.1980 hatte Ferrari keinen konkurenzfähigen Wagen so dass er beim Kanada GP nur den 22.Startplatz erreichte.Dennoch stand er am Ende in den Punkten:5.Platz.Auch 1981 war sein Ferrari kaum zu bändigen,er kam jedoch wegen schlechtem Wetter und dank seines Talents auf den dritten Platz.


    Beim GP 1982 lebte er bereits nicht mehr.


    Quelle:Teilweise aus:Rennstrecken der Welt.Heel Verlag.

  • Exakter Name: Joseph Gilles Henri Villeneuve
     
    Geburtsdatum 18. Januar 1950
    Sterbedatum 08. Mai 1982
    gestorben mit
    32 Jahre, 111 Tage
    Zu Grands Prix gemeldet 68
    Grands Prix gefahren 67
    Siege 6
    Pole-Positionen 2
    Schnellste Rennrunden 8
    Angeführte Rennen 18
    Punkte (alle/nur Meisterschaft) 107 / 101
    Meisterschaftsplätze WM-9. 1978 17 Punkten
    WM-2. 1979 47 Punkten
    WM-14. 1980 6 Punkten
    WM-7. 1981 25 Punkten
    WM-15. 1982 6 Punkten

    Erste Meldung
    Erster Start Beim Grand Prix Großbritannien 1977
    In einem McLaren-Ford M23



    Letzte Meldung Beim Grand Prix Belgien 1982
    In einem Ferrari 126C2



    Letzter Start Beim Grand Prix San Marino 1982
    In einem Ferrari 126C2



    Erstmals Punkte Beim Grand Prix Belgien 1978
    In einem Ferrari 312T3



    Letztmals Punkte Beim Grand Prix San Marino 1982
    In einem Ferrari 126C2


    Quelle


  • Habe zu der Zeit zwar noch nicht gelebt, aber mich über Gilles sehr gut informiert und hab da ma ne Frage zu seinem tödlichen Unfall:


    Und zwar, wie kann es passieren, dass ein Fahrer aus seinem Wagen rausfliegen kann? War man zur damaligen Zeit nicht mit Gurten befestigt?! Oder war die Kraft mit der der Wagen hochgeschleudert wurde zu stark und er wurde aus seinem Sitz gerissen?

  • Zitat

    Habe zu der Zeit zwar noch nicht gelebt, aber mich über Gilles sehr gut informiert und hab da ma ne Frage zu seinem tödlichen Unfall:


    Und zwar, wie kann es passieren, dass ein Fahrer aus seinem Wagen rausfliegen kann? War man zur damaligen Zeit nicht mit Gurten befestigt?! Oder war die Kraft mit der der Wagen hochgeschleudert wurde zu stark und er wurde aus seinem Sitz gerissen?


    Dazu komme ich noch.Bin gerade dabei noch einige Beiträge fertig zu stellen. ;)Geduld ;D

  • "Grosse Rennen"


    San Marino/ Imola 1982


    Wie kann ein Starterfeld von gerade 14 Boliden ein großartiges Rennen bieten?(Seit Indy 05 wissen wir mehr ;D)Der GP von Imola stand 1982 ganz im Zeichen des Boykotts der grossen Teams, was aber der Spannung die die beiden Ferrari Piloten Didier Pironi und Gillles Villeneuve erzeugten,keinen Abbruch tat.


    Die Formel 1 Szene litt 1982 an grossen Problemen.In Kyalami Südafrika streikten die Piloten, in Rio wurden die beiden Führenden disqualifiziert und in Long Beach zeigte man Villeneuve die "Rote Karte".Es gab Ärger,weil die Konstrukteure ,so die Allgemeine Überzeugung, die Regeln etwas "grosszügig" ausgelegt hatten.Als die Verantwortlichen die Sieger von Rio , Piquet und Rosberg, wegen wegen einer von den britischen Teams benutzten Technik disqualifizierten, zog die FIA Konsequenzen und verweigerte den britischen Teams in Imola den Start.


    Doch in Italien reicht bekanntlich die Anwesenheit der beiden Ferraris um die Tribünen zu füllen, und daher machten sich die Veranstallter keine Sorgen.Innerhalb der ersten zehn Runden war das Feld bereits auf neun Monoposti geschrumpft.An der Spitze wurde jedoch bis aufs Messer um die Führung gekämpft.Der Renault von Alain Prost war schon ausgefallen,und sein Teamkollege Rene Arnoux, der von der Pole ins Rennen gegangen war , wurde von den beiden Ferraris mit Pironi und Villeneuve eingeholt.Villeneuve setzte sich an die Spitze,wurde aber von Arnoux vier Runden später wieder überholt.Arnoux kontrollierte die beiden Ferrari, bis auch sein Renault wegen Motorschaden ausfiel.


    16 Runden vor Schluss lag Villeneuve vor Pironi in Führung.Nachdem der Doppelsieg fest stand, wiesen die Ferrari Verantwortlichen Villeneuve und Pironi an, den Gasfuss zu lupfen und langsamer zu fahren.Dies sollte Villeneuves Rennen sein.Davon unbeeindruckt überholte Pironi den Kanadier und beschleunigte.Villeneuve antwortete und schien in der Tosa bereits den Franzosen passiert zu haben ,als dieser die Tür zuschmiss.Auf dem folgendem Bergaufstück ging der Kanadier jedoch wieder an die Spitze.Pironi, der offensichtlich dem Publikum eine besondere Show bieten wollte, überholte sieben Runden vor Schluss abermals den Kanadier.Zwei Runden vor Schluss widersetzte er sich den Anordungen der Teamleitung und lies Villeneuve nicht vorbei.Eine Runde später gelang Villeneuve jedoch durch sein furchtloses Fahren mit einem Gewaltakt das Manöver.Der Kanadier fuhr nun langsamer, da der Spritvorrat sich dem Ende zuneigte, und er sicher sein wollte, dass beide Ferrari das Ziel erreichen würden.In der letzten Tosa Durchfahrt stahl sich Pironi jedoch erneut an Villeneuve vorbei und sicherte sich den Sieg.


    Villeneuve war so wütent auf seinen ehemaligen Freund, dass er mit ihm kein Wort mehr wechselte.Er fühlte sich bestohlen.Zwei Wochen später kam Villeneuve bei einem Versuch,Pironis Bestzeit im Training zu überbieten, in Zolder um Leben.Dazu mehr im nächsten Beitrag.


  • Zolder/Belgien 1982/Der Unfall


    Kurz vor Ende des Abschlusstrainings (heutiges Qualifying) lief er in einer schnellen Runde auf den vor ihm fahrenden Jochen Mass auf, der sich in einer Auslaufrunde befand. Villeneuve entschied sich, Mass zu überholen. Dieser versuchte jedoch die Spur zu wechseln, um Villeneuve die Ideallinie frei zu machen. Mit etwa 270 km/h berührte der rechte Vorderreifen des Ferraris den linken Hinterreifen des March. Der Ferrari von Villeneuve stieg in die Luft und zerbarst beim mehrfachen Aufprall. Der Kanadier wurde mit dem Sitz samt der Sechspunkt-Sicherheitsgurtverankerung aus dem Cockpit geschleudert und prallte in einen Fangzaun. Trotz sofortiger Hilfe war Gilles Villeneuves Leben nicht mehr zu retten. Er wurde zwar noch in das Uniklinikum Leuven überführt, von wo aus am Abend nur noch der Tod des 32jährigen Formel 1-Piloten bekanntgegeben wurde. Mass blieb unverletzt.


    Man sagt, dass Enzo Ferrari ihn geliebt habe wie einen eigenen Sohn. Angeblich hat Enzo persönlich nach dem Tod von Gilles Villeneuve verfügt, dass Ferrari so lange mit der Glücksnummer 27 fahren werde, bis ein Ferraripilot mit dieser Nummer Weltmeister werde. Es ist allerdings keinem gelungen. In der Saison 1990 wechselte der Weltmeister Alain Prost zu Ferrari und Ferrari trat dementsprechend mit den Startnummern 1 und 2 an. Im selben Jahr gelang es Ayrton Senna den Weltmeistertitel mit der Startnummer 27 zu gewinnen, allerdings mit McLaren-Honda.


    Gilles Villeneuves Sohn Jacques Villeneuve trat in seine Fußstapfen und wurde ebenfalls Autorennfahrer. Jacques Villeneuve (benannt nach Gilles Bruder) wurde 1995 mit der Nummer 27 CART-Meister und gewann als damals jüngster Pilot die "500 Meilen von Indianapolis". Den größten Triumph feierte er aber 1997, als er Formel-1-Weltmeister wurde.


    Quelle


  • OK damit ist meine Frage beantwortet! ;) Vollkommen richtig, dass man ihm einen Thread widmet.
    Vielleicht ist sein Tod einer der Grausamsten in der F1 Geschichte. Was nicht heißt, dass die tödlichen Unfälle anderer in den Schatten stellen soll.


    Gut, dass die Formel 1 mittlerweile sicherer geworden ist.

  • Zitat

    Man sagt, dass Enzo Ferrari ihn geliebt habe wie einen eigenen Sohn. Angeblich hat Enzo persönlich nach dem Tod von Gilles Villeneuve verfügt, dass Ferrari so lange mit der Glücksnummer 27 fahren werde, bis ein Ferraripilot mit dieser Nummer Weltmeister werde. Es ist allerdings keinem gelungen. In der Saison 1990 wechselte der Weltmeister Alain Prost zu Ferrari und Ferrari trat dementsprechend mit den Startnummern 1 und 2 an. Im selben Jahr gelang es Ayrton Senna den Weltmeistertitel mit der Startnummer 27 zu gewinnen, allerdings mit McLaren-Honda.


    Die 27 eine "Glückszahl"...?


    Zahlenspielereien (ich vertreibe mir die Zeit unter anderem auch mit Astrologie und Numerologie) mit der berühmten Gilles-Villeneuve-Startnummer (27), haben mich schon ein bisschen beschäftigt.


    Soviel ich weiß, gilt es als bestätigt, wie Du bereits erwähntest, dass Enzo Ferrari nach dem Tod von Gilles Villeneuve angekündigt habe, so lange seine Formel1-Ferraris mit den Nummern 27 und 28 an der WM teilnehmen zu lassen, bis ein Ferrari-Pilot mit der "Glücksnummer" 27 Weltmeister wird.


    Wie die Karriere von Ayrton Senna da Silva zu Ende gegangen ist, wissen wir alle.
    Ein anderer berühmter Ferrari-Fahrer mit der Nummer 27: Michele Alboreto 1984-1988. Während Testfahrten auf dem Lausitzring mit einem neuen Rennwagen (Audi R8 ) für die 24 Stunden von Le Mans verunglückte er 2001 aufgrund eines Reifendefekts tödlich.


    Nun zu meiner Zahlentheorie:


    27 = Glücksnummer...?


    27=9+9+9


    auf den Kopf gestellt 666. Eine "teuflische Zahl" laut Bibel, Neues Testament, Johannes Offenbarung.

    27 Ziffernsumme 2+7=9

    In der Numerologie eine "teuflische Zahl", da jede Zahl, zu der man 9 hinzuaddiert, wieder dieselbe einstellige Ziffernsumme erhält:

    z.B. 12 => 1+2=3 => 12+9=21 => 2+1=3


    z.B. 568 => 5+6+8=19=1+9=10=1+0=1 => 568+9=577 => 5+7+7=19=1+9=10=1+0=1

    z.B. 10000 => 1+0+0+0+0=1 => 10000+9=10009 => 1+0+0+0+9=10=1+0=1

    z.B. 34753 => 3+4+7+5+3=22=2+2=4 => 34753+9=34762 => 3+4+7+6+2=22=2+2=4


    28 ist eine "vollkommene Zahl".

    Eine natürliche Zahl wird vollkommene Zahl (auch perfekte Zahl oder ideale Zahl) genannt, wenn sie genauso groß ist wie die Summe ihrer positiven echten Teiler (d.h. aller Teiler außer sich selbst). Die kleinsten, seit der Antike bekannten Beispiele für vollkommene Zahlen sind 6, 28, 496 und 8128. Also:


    6=1+2+3


    28=1+2+4+7+14


    496=1+2+4+8+16+31+62+124+248


    8128 =1+2+4+8+16+32+64+127+254+508+1016+2032+4064


    Ich weiß nicht, ob sich Enzo Ferrari mit mystischen Zahlenspielereien beschäftigt hat,
    jedenfalls war seine Entscheidung fatal:
    Zwei Fahrer im selben Rennstall dieselben Autos, dasselbe Material.
    Ein Fahrer mit einer "teuflischen Zahl" (27), der andere mit einer "vollkommenen Zahl" (28 ).
    Fast jeder Formel1-Fahrer mit der Startnummer 28 hat seinen Stallgefährten mit der Zahl 27 geschlagen, und wenn er ihn nicht schlug, dann überlebte er ihn.


    Okay, das waren jetzt vielleicht ein paar seltsame, für manche an den Haaren herbeigezogene Überlegungen gewesen sein. Dennoch möchte ich anmerken, dass Zahlenmystik und Aberglaube in der Formel 1 ganz offiziell eine Rolle spielt.
    Es gibt und gab nie einen Rennfahrer mit der Startnummer 13.
    Und zur Bedeutung der Zahl 13 in der Zahlenmystik brauch ich wohl nichts extra erklären.


  • Ganz interessante Überlegung, Athosaramisporthos. Klingt zwar ein wenig weit hergeholt, aber es stimmt schon ziemlich nachdenklich.


    P.S: Warum schreibst du überhaupt immer in gelb?

    "Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss."


    Anmeldedatum im alten Forum am 18.8.2006!

  • Zitat

    Damit ich beim Durchscrollen mein Posting und die Antworten darauf schneller finde.


    Außerdem ist gelb meine Lieblingsfarbe.


    Gute Idee, aber da schwarz meine Lieblingsfarbe ist, werde ic ´h bei mir wohl nichts ändern ;)

    "Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss."


    Anmeldedatum im alten Forum am 18.8.2006!

  • Gilles Villeneuve




    Geboren am: 18.01.1950
    Gestorben am: 08.05.1982 beim Training zum Grand-Prix von Belgien in Zolder
    Nationalität: Kanada
    Pole-Position: 2
    Schnellste Runden:8
    Siege: 6
    WM-Punkte: 101 (107)
    WM-Titel: -
    Grand-Prix Starts: 67



    Erster Grand-Prix:
    .16.07.1977 in Großbritannien, Silverstone mit Mc Laren-Ford
    Letzter Grand-Prix:
    .25.04.1982 in San Marino, Imola mit Ferrari


    Seine Siege:
    08.10.1978 Kanada, Montreal Ferrari
    03.03.1979 Südafrika, Kyalami Ferrari
    08.04.1979 USA, Long Beach Ferrari
    07.10.1979 USA, Watkins Glen Ferrari
    31.05.1981 Monaco, Monte Carlo Ferrari
    21.06.1981 Spanien, Jarama Ferrari



    Am 8. Mai 2007 jährte sich der Todestag von Gilles Villeneuve nun schon zum 25. Mal.


    Gilles Villeneuve war einer der bemerkenswertesten und beliebtesten Formel 1 Fahrer und wird auch heute noch von Millionen Fans, besonders von den italienischen Ferraristi geliebt und verehrt.


    Gilles Villeneuve wurde am 18. Jänner 1950 in Chambly in der Nähe von Quebec geboren.


    Schon in jungen Jahren begann er seine Rennsportkarriere. Von 1968-1972 fuhr er Rennen mit dem Schneemobil in Kanada, ehe er 1973 erste Autorennen bestreitet und in der kanadischen Formel Ford Meisterschaft „Rookie of the year“ mit 7 Siegen bei 10 Veranstaltungen wird.


    Bis 1977 nimmt er an der Formel Atlantik Meisterschaft teil die er auch zweimal gewinnen konnte.



    Beim Trois–Riviéres-Formel-Atlantic-Rennen 1976 bewies er sein Talent als er die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr. James Hunt der damals schon Titelanwärter in der Formel 1 war und ebenfalls an diesem Rennen teilnahm war von dem jungen talentierten Kanadier derart begeistert dass er Gilles seinem damaligen Teamchef bei Mc Laren, Teddy Mayer vorstellte.


    Sein Grand-Prix Debüt feierte Gilles am 16. Juli 1977 in Silverstone, als er einen dritten Mc Laren pilotieren durfte. Er qualifizierte sich als 9. und belegte trotz eines unplanmäßigen Boxenstops den 11. Platz im Rennen.


    Bereits bei seinem zweiten Grand-Prix saß Gilles Villeneuve bei seinem Heimrennen in Mosport in einem Ferrari.


    Enzo Ferrari hatte ihm auch einen Vertrag für die Saison 1978 angeboten als Ersatz für Niki Lauda der das Team verlassen hatte.


    In Kanada konnte sich Gilles als 17. qualifizieren und belegte im Rennen den 12. Platz.


    Beim Saisonfinale in Fuji lief es für Gilles leider nicht so gut, da es nach einer Kollision mit Ronnie Peterson´s Tyrrell zu einem schrecklich Abflug seines Ferraris kam, bei dem ein Fotograf und eine weitere Person tödliche Verletzungen davon trugen und einige weitere Personen verletzt worden sind.


    Trotz des tragischen Vorfalls in Japan hielt Enzo Ferrari auch in der Saison 1978 fest zu seinem Piloten. Bereut hat er diesen Entschluss nie. Gilles wurde von Rennen zu Rennen besser. Er eroberte die Herzen seiner Fans im Sturm.


    Am 8. Oktober 1978 feierte er seinen ersten Sieg ausgerechnet vor heimischem Publikum, beim Grand-Prix von Kanada in Montreal. Er bezwang an diesem Tag Weltklasse Piloten wie Jody Scheckter und seinen Teamkollegen Carlos Reutemann.


    Die Kanadier waren begeistert von ihrem neuen Star.


    In der Saison 1979 kann Gilles Villeneuve die Grand Prix von Kyalami, Long Beach und Watkins Glen gewinnen.


    Er wird beim Grand-Prix von Frankreich, in Dijon-Prenois Zweiter nach rundenlangem Duell mit dem Renault-Turbo von René Arnoux der Dritter wird, gewonnen hat das Rennen Arnoux´s Teamkollege Jean-Pierre Jabouille im überlegenen Renault-Turbo, doch der Mann des Tages war Gilles Villeneuve.


    Jeder Fan der das Glück hatte dieses Rennen zu sehen spricht noch heute von diesem atemberaubenden Duell. Eines der besten Duelle der Formel 1 Geschichte.


    Gilles wird auch Zweiter beim Grand-Prix von Österreich in Monza und bei seinem Heimrennen in Montreal.


    Er hätte in dieser Saison durchaus auch Weltmeister werden können, doch da er sich an die Teamorder von Ferrari gehalten hatte wurde sein Teamkollege Jody Scheckter Weltmeister und er nur Vizeweltmeister.


    Es folgen zwei Jahre, in denen Ferrari der Konkurrenz weit unterlegen war, doch gab Gilles nie auf und gab sein Bestes, egal was es auch kosten würde. Legendär ist auch wie er in Zandvoort 1979 mit seinem angeschlagenen Ferrari, nach einem Reifenschaden nur auf der Felge zurück zur Box fuhr.


    Genau diese Eigenschaft liebten seine Fans besonders an ihm.


    Er gewann auch Rennen die sonst kein Anderer gewonnen hätte. So zum Beispiel den Grand-Prix von Monaco 1981 als er einen 45 Sekunden Rückstand auf den Führenden Alan Jones (Weltmeister von 1980), aufholte.


    Auch der Grand-Prix von Spanien in Jarama war so ein Rennen bei dem er alles gab und schließlich die Konkurrenz in wesentlich schnelleren konkurrenzfähigeren Autos hinter sich lies.


    Das war einfach Gilles, ein Kämpfer der nie aufgab.


    1982 sollte Villeneuves großes Jahr werden, der Ferrari war endlich wieder konkurrenzfähig, leider wollte es das Schicksal anders.


    Beim Grand-Prix von San Marino in Imola wo wegen eines Boykotts der englischen Teams die im Streit mit der FISA lagen nur 14 Fahrer an den Start gingen, fuhren die Ferraris von Villeneuve und Pironi konkurrenzlos, nachdem die Renaults aufgegeben hatten ein Showrennen für die Fan.


    Didier Pironi der sich nicht an die Stallorder gehalten hat, gewinnt den Grand-Prix vor Gilles Villeneuve, der von seinem Teamkollegen maßlos enttäuscht war und sich um seinen sicher geglaubten Sieg betrogen fühlt.


    Gilles kochte vor Wut und kündigte Didier Pironi seine Freundschaft, von da an haben die Beiden kein Wort mehr miteinander gewechselt.


    Jenes Rennen war wohl auch der Auslöser für seinen tragischen Unfall in Zolder.


    Gilles Villeneuve wollte sich und der Welt bewiesen dass er der schnellste ist und war auf der Jagd nach der Bestzeit als sich der schreckliche Unfall mit Jochen Mass ereignete.


    Gilles Villeneuve verlor seinen letzten schwersten Kampf am 8. Mai 1982 um 21:12 als sein Herz für immer aufhörte zu schlagen.


    Die Motorsportwelt hat einen ihrer talentiertesten und beliebtesten Fahrer verloren.


    Leider konnte es sich seinen großen Traum Formel 1 Weltmeister zu werden nicht mehr erfüllen.

  • Seine Grand-Prix Starts:


    Nr.: Datum: Strecke: Teams: Training: Rennen: Schnellste Runde:
    1. 16.07.1977 Großbritannien, Silverstone Mc Laren-Ford 9. Platz 11. Platz -
    2. 09.10.1977 Kanada, Mosport Ferrari 17. Platz 12. Platz -
    3. 23.10.1977 Japan, Mont Fuji Ferrari 20. Platz Ausfall -
    4. 15.01.1978 Argentinien, Buenos Aires Ferrari 7. Platz 8. Platz Schnellste Runde
    5. 29.01.1978 Brasilien, Jacarepagua Ferrari 6. Platz Ausfall -
    6. 04.03.1978 Südafrika, Kyalami Ferrari 8. Platz Ausfall -
    7. 02.04.1978 USA, Long Beach Ferrari 2. Platz Ausfall -
    8. 07.05.1978 Monaco, Monte Carlo Ferrari 8. Platz Ausfall -
    9. 21.05.1978 Belgien, Zolder Ferrari 4. Platz 4. Platz -
    10. 04.06.1978 Spanien, Jarama Ferrari 5. Platz 10. Platz -
    11. 17.06.1978 Schweden, Anderstorp Ferrari 7. Platz 9. Platz -
    12. 02.07.1978 Frankreich, Le Castellet Ferrari 9. Platz 12. Platz -
    13. 16.07.1978 Großbritannien, Brands Hatch Ferrari 13. Platz Ausfall -
    14. 30.07.1978 Deutschland, Hockenheim Ferrari 15. Platz 8. Platz -
    15. 13.08.1978 Österreich, Österreichring Ferrari 11. Platz 3. Platz -
    16. 27.08.1978 Holland, Zandvoort Ferrari 5. Platz 6. Platz -
    17. 10.09.1978 Italien, Monza Ferrari 2. Platz 7. Platz -
    18. 01.10.1978 USA, Watkins Glen Ferrari 4. Platz Ausfall -
    19. 08.10.1978 Kanada, Montreal Ferrari 3. Platz 1. Platz -
    20. 21.01.1979 Argentinien, Buenos Aires Ferrari 10. Platz 12. Platz -
    21. 04.02.1979 Brasilien, Interlagos Ferrari 5. Platz 5. Platz -
    22. 03.03.1979 Südafrika, Kyalami Ferrari 3. Platz 1. Platz Schnellste Runde
    23. 08.04.1979 USA, Long Beach Ferrari Pole-Position 1. Platz Schnellste Runde
    24. 29.04.1979 Spanien, Jarama Ferrari 3. Platz 7. Platz Schnellste Runde
    25. 13.05.1979 Belgien, Zolder Ferrari 6. Platz 7. Platz Schnellste Runde
    26. 27.05.1979 Monaco, Monte Carlo Ferrari 2. Platz Ausfall -
    27. 01.07.1979 Frankreich, Dijon-Prenois Ferrari 3. Platz 2. Platz -
    28. 14.07.1979 Großbritannien, Silverstone Ferrari 13. Platz 14. Platz -
    29. 29.07.1979 Deutschland, Hockenheim Ferrari 9. Platz 8. Platz Schnellste Runde
    30. 12.08.1979 Österreich, Österreichring Ferrari 5. Platz 2. Platz -
    31. 26.08.1979 Holland, Zandvoort Ferrari 6. Platz Ausfall Schnellste Runde
    32. 09.09.1979 Italien, Monza Ferrari 5. Platz 2. Platz -
    33. 30.09.1979 Kanada, Montreal Ferrari 2. Platz 2. Platz -
    34. 07.10.1979 USA, Watkins Glen Ferrari 3. Platz 1. Platz -
    35. 13.01.1980 Argentinien, Buenos Aires Ferrari 8. Platz Ausfall -
    36. 27.01.1980 Brasilien, Interlagos Ferrari 3. Platz 16. Platz -
    37. 01.03.1980 Südafrika, Kyalami Ferrari 10.Platz Ausfall -
    38. 30.03.1980 USA, Long Beach Ferrari 10.Platz Ausfall -
    39. 04.05.1980 Belgien, Zolder Ferrari 12. Platz 6. Platz -
    40. 18.05.1980 Monaco, Monte Carlo Ferrari 6. Platz 5. Platz -
    41. 29.06.1980 Frankreich, Le Castellet Ferrari 17. Platz 8. Platz -
    42. 13.07.1980 Großbritannien, Brands Hatch Ferrari 19.Platz Ausfall -
    43. 10.08.1980 Deutschland, Hockenheim Ferrari 16.Platz 6. Platz -
    44. 17.08.1980 Österreich, Österreichring Ferrari 15. Platz 8. Platz -
    45. 31.08.1980 Holland, Zandvoort Ferrari 7. Platz 7. Platz -
    46. 14.09.1980 Italien, Imola Ferrari 8. Platz Ausfall -
    47. 28.09.1980 Kanada. Montreal Ferrari 22. Platz 5. Platz
    48. 05.10.1980 USA, Watkins Glen Ferrari 18. Platz Ausfall -
    49. 15.03.1981 USA, Long Beach Ferrari-Turbo 5. Platz Ausfall
    50. 29.03.1981 Brasilien, Jacarepagua Ferrari-Turbo 7. Platz Ausfall -
    51. 12.04.1981 Argentinien, Buenos Aires Ferrari-Turbo 7. Platz Ausfall -
    52. 03.05.1981 San Marino, Imola Ferrari-Turbo Pole-Position 7. Platz Schnellste Runde
    53. 17.05.1981 Belgien, Zolder Ferrari-Turbo 7. Platz 4. Platz -
    54. 31.05.1981 Monaco, Monte Carlo Ferrari-Turbo 2. Platz 1. Platz -
    55. 21.06.1981 Spanien, Jarama Ferrari-Turbo 7. Platz 1. Platz -
    56. 05.07.1981 Frankreich, Dijon-Prenois Ferrari-Turbo 11. Platz Ausfall -
    57. 18.07.1981 Großbritannien, Silverstone Ferrari-Turbo 8. Platz Ausfall -
    58. 02.08.1981 Deutschland, Hockenheim Ferrari-Turbo 8. Platz 10. Platz -
    59. 16.08.1981 Österreich, Österreichring Ferrari-Turbo 3. Platz Ausfall -
    60. 30.08.1981 Holland, Zandvoort Ferrari-Turbo 16. Platz Ausfall -
    61. 13.09.1981 Italien, Monza Ferrari-Turbo 9. Platz Ausfall -
    62. 29.09.1981 Kanada, Montreal Ferrari-Turbo 11. Platz 3. Platz -
    63. 17.10.1981 USA, Las Vegas Ferrari-Turbo 3. Platz Disqual. -
    64. 23.01.1982 Südafrika, Kyalami Ferrari-Turbo 3. Platz Ausfall -
    65. 21.03.1982 Brasilien, Jacarepagua Ferrari-Turbo 2. Platz Ausfall -
    66. 04.04.1982 USA, Long Beach Ferrari-Turbo 7. Platz Disqual. -
    67. 25.04.1982 San Marino, Imola Ferrari-Turbo 3. Platz 2. Platz -

  • Ich erlaube mir einige Anmerkungen zu den vorigen Beiträgen, auch wenn das schon Jahre zurück liegt.


    • Es ist etwas irreführend, wenn Mister Ickx schreibt, dass Villeneuve 1979 nicht Weltmeister wurde, indem er Ferraris Teamorder befolgte. Es entsteht der Eindruck, als hätte Ferrari 1979 von Beginn an eine Stallorder zugunsten von Scheckter ausgegeben. Dies wäre ja unsinnig gewesen: wenn Villeneuve schon Ferraris Lieblingsfahrer war, warum hätte man ihn dann von Beginn an zurückbinden sollen? Meines Wissens waren beide Fahrer gleich gestellt, und erst nachdem die Ausgangslage nach dem GP Holland für Scheckter besser war, gab man Teamorder für Italien zu gunsten von Scheckter aus. Insofern hat Mr. Icks natürlich recht: Villeneuve hielt sich in Monza an die Teamorder und blieb anständig hinter Scheckter.
    Villeneuve hatte mit 2 Siegen in Südafrika und USA West zuerst auch den besseren Lauf, hatte dann aber einen Durchhänger, während Scheckter sich meist fleissig als Punktesammler betätigte. Beim GP Holland verspielte Villeneuve seine letzte Chance durch Pech und eigene Fehler: in Führung liegend, aber mit Reifenproblemen kämpfend (weichere Reifen als Scheckter hinter ihm), drehte er sich, fuhr dann aber nicht an die Box, um Reifen zu wechseln, sondern blieb draussen. Prompt platzte ein Hinterreifen und Villeneuve schleppte sich noch 1 Runde auf 3 bzw. 2 Rädern zurück zur Box, musste dort aber aufgeben. - Niemand verstand damals, warum er nach seinem Dreher nicht gleich die Box ansteuerte - sein Abstand zu Scheckter hinter ihm wäre gross genug gewesen.


    • Den GP Monaco 1981 darf man nicht so darstellen, als hätte Villeneuve durch heroisches Fahres 45 Sekunden Rückstand auf Jones aufgeholt. Dies war nur deshalb möglich, weil Jones in den letzten ca. 20 Runden von schlimmen Motoraussetzern geplagt wurde und quasi nur noch mit halber Kraft dahin schlich (Jones hatte diese Probleme 1981 öfters). Ohne diesen Defekt an Jones' Williams hätte Villeneuve mit Sicherheit nicht gewonnen. Villeneuves Leistung an jenem Tag war gut, aber nicht herausragend sensationell.


    • Bei seinem tödlichen Unfall 1982 in Zolder war Villeuve selbstverständlich angegurtet und wurde auch nicht aus dem Sitz gerissen, dh. die Gurte waren ok und hielten der Belastung stand. Vielmehr wurde Villeneuve angegurtet samt dem Sitz aus dem Auto katapultiert, also die gesamte Sitzschale wurde samt Fahrer aus dem Monocoque herausgerissen. Dies geschah nicht durch einen Aufschlag des Autos am Boden, sondern durch die enormen Fliehkräfte während des mehrfachen Überschlags des Autos bei ca. Tempo 270 km/h, evtl. in Kombination mit Aufschlägen des Autos. Villeneuve schlug auf dem Boden auf und rutschte dann in die Fangzäune. Somit konnten die Fangzäune keine grosse Wirkung entfalten. Leider...


    • Wie schon in einem anderen thread erwähnt: Es hatte nichts mit Villeneuve zu tun, dass Ferrari nach 1982 noch jahrelang mit den Startnummern 27 und 28 unterwegs war. Es kann schon sein, dass Enzo Ferrari sich wünschte, es möge ein Ferrari mit Nr. 27 Weltmeister werden, aber auf die Zuteilung der Startnummern hatte das keinen Einfluss. Solange Ferrari nicht Weltmeister wurde, waren sie nach 1982 ohnehin mit Nr. 27 und 28 unterwegs, weil es dann gar keinen Grund gab, die Nummern zu wechseln.
    Wäre 1990 nicht Senna Weltmeister geworden, sondern z.B. der Wagen mit der Nr. 5 (weiss im Moment nicht, ob das ein Williams war), hätte Ferrari für 1991 die Nummern 5, 6 von jenem Team übernommen und wäre bis 1995 mit 5,6 gefahren.

  • Williams hatte 1990 die 5 und die 6, korrekt! Aber der einzige außer Senna der große Titelchancen hatte war Prost, also wäre Ferrari WM geworden hätte Ferrari doch 1991 die 1 und 2 bekommen und in dem Falle daß Prost nicht wieder WM würde, hätten sie doch 1992 wieder die 27 und 28 bekommen oder nicht?

  • Williams hatte 1990 die 5 und die 6, korrekt! Aber der einzige außer Senna der große Titelchancen hatte war Prost, also wäre Ferrari WM geworden hätte Ferrari doch 1991 die 1 und 2 bekommen und in dem Falle daß Prost nicht wieder WM würde, hätten sie doch 1992 wieder die 27 und 28 bekommen oder nicht?


    Stimmt, wäre Prost 1990 Weltmeister geworden, hätte Ferrari die Nummern 1,2 für 1991 nicht bekommen, sondern behalten und kein einziges Team hätte dann 1990-1991 die Nummern gewechselt.
    1992 hätte Ferrari dann wieder 27,28 bekommen, aber nur dann, wenn 1991 der Wagen mit Nr. 27 oder 28 Weltmeister geworden wäre - das wäre ja dann Senna gewesen, also stimmt das.


    Ich wollte an dem Beispiel mit Williams nur aufzeigen, dass nicht Enzo Ferraris Vermächtnis oder die Erinnerung an Villeneuve der Grund war, weshalb Ferrari 1991-1995 wieder mir Nr. 27,28 unterwegs war. Sondern es war einfach der Zufall, dass 1990 halt der Wagen mit der Nummer 27 WM wurde, und das war eben Senna: wäre stattdessen ein Williams 1990 WM geworden, hätte Ferrari für 1991 die Nummern 5,6 von Williams übernommen und diese dann behalten bis 1995.