• Biographie



    Geburtsdatum: 04. März 1936


    Sterbedatum: 07. April 1968, gestorben mit 32 Jahre, 35 Tage bei einem tragischen Unglück bei einem Formel 2 Rennen in Hockenheim


    Erste Meldung/Erster Start: Beim Grand Prix der Niederlanden 1960, in einem Lotus-Climax 18


    Erstmals Punkte: Beim Grand Prix Belgien 1960, in einem Lotus-Climax 18


    Letzte Meldung/Letzter Start: Beim Grand Prix Südafrika 1968, in einem Lotus-Ford 49


    Letztmals Punkte: Beim Grand Prix Südafrika 1968, in einem Lotus-Ford 49




    Statistiken (Platz in der ewigen Rangliste)



    Zu Grands Prix gemeldet: 73
    Rennteilnahmen: 72 (79.)


    Siege: 25 (6.)


    Pole-Positionen: 33 (3.)


    Schnellste Rennrunden: 28 (4.)


    Angeführte Rennen: 43


    Punkte (alle/nur Meisterschaft):274/255 (22.)


    Triples: 11 (2.)


    Punkteresultate: 40 (41.)


    Podestplätze: 32 (22.)


    Starts aus der ersten Reihe: 42 (7.)


    Nichtqualifikationen: 0


    Disqualifikationen: 0


    Erste Pole Position: Im Alter von 23 Jahren und 91 Tagen beim Grand Prix von Monaco 1962 (23.)


    Erster Sieg: Im Alter von 26 Jahren und 105 Tagen beim Grand Prix von Belgien 1962 (22.)


    Siegquote: 34,722% (6./Ohne Indy GP der 50er und 60er, 4.)


    Pole-Position-Quote: 45,205% (2.)


    Quote der schnellsten Rennrunden: 38,889% (6./Ohne Indy GP der 50er und 60er, 4.)


    Ausfallquote: 33,333% (60.)


    Resultate außerhalb der Punkte: 8/ca.11%


    Führungskilometer: 10.141 (4.)



    Fazit: Bis Fahrer wie Prost, Senna oder Schumacher kamen, die u.A. ja auch mehr Rennen als Jim Clark bestritten, war Jim Clark in fast allen wichtigen Statistiken (u.A. Tripples, Siege, PP, SR, Führungskilometer, Sieqquote, Polequote, SR-Quote, Podestplätze) entweder vorne oder reihte sich selten hinter Juan Manuel Fangio und Alberto Ascari ein. (Ausnahme: SR-Quote, dort führt der Japaner Masahiro Hasemi, der bei seinem einzigen GP 1976 in Japan die SR holte)




    OK, das war's fürs Erste :)

    "Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss."


    Anmeldedatum im alten Forum am 18.8.2006!

    Einmal editiert, zuletzt von schumifan ()

  • Jim Clark gilt für viele Experten bis heute als einer bester F1-Pilot aller Zeiten und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna. Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod F1-Rekord dar.


    Clark war bekannt für seinen sehr schonenden Fahrstil und sein natürliches Talent, sich auf ein Fahrzeug einzustellen. Das war aber auch ein Nachteil, denn dadurch wurden die Wagen nicht verbessert. Clark brachte es fertig mit einem Reifensatz 4 Grand Prix zu fahren und zu gewinnen.


    Der zurückhaltende und bescheidene schottische Farmer fuhr ab 1960 in der Formel 1, ausschließlich für Lotus unter Teamchef Colin Chapman, zu dem er eine außerordentlich gute Beziehung pflegte.


    Schon 1963 wurde er überlegen Weltmeister, darauf erneut 1965. Dazwischen, im Jahre 1964, gewann er zwar drei der ersten fünf Rennen, fiel aber in den restlichen fünf Rennen durch technische Defekte am neuen Lotus aus und wurde WM-Dritter.


    1965 gewann er zudem das Indianapolis 500. Auch 1966 gewann er das Indy 500, aber durch einen Fehler der Rennleitung bei der Addition aller Rennrunden wurde Graham Hill irrtümlich zum Sieger erklärt. Clark überließ ohne Proteste den Sieg seinem Kollegen Graham Hill.


    Ab der Saison 1966 wurden neue Regeln eingeführt und der Hubraum verdoppelt, aber Lotus hatte noch keinen geeigneten Motor und musste vorerst weiterhin die Coventry-Climax Aggregate verwenden.


    Von BRM wurde dann der aus 2 Achtzylindern zusammengesetzte 16-Zylinder-Motor zur Verfügung gestellt. Das schwere, vibrierende Ungetüm mit unausgereifter Motor/Getriebe-Abstimmung wurde selbst von BRM-Stammfahrer Jackie Stewart als „unfahrbar“ bezeichnet. Trotzdem gewann Clark in Watkins Glen mit diesem BRM H16 in seinem Lotus 33. Der Sieg in diesem Wagen, der einzige F1-Sieg eines 16-Zylinders, brachte Clark viel Respekt unter den Fahrerkollegen ein.


    Im dritten Rennen des Jahres 1967 wurde der bahnbrechende Lotus 49 eingeführt, mit dem ebenso neuartigen Ford-Cosworth DFV V8. Das Triebwerk wurde bis 1982 zum erfolgreichsten Motor der Formel 1-Geschichte. Clark oder Teamkollege Graham Hill erzielten fortan alle Trainingsbestzeiten. Im Rennen erlitt der Lotus jedoch meist Defekte, was Clark aber nicht daran hinderte, 4 von 9 Rennen zu gewinnen. Am Nürburgring holte Clark die Pole mit über 9 Sekunden Vorsprung.


    Der Grand Prix von Italien 1967 gilt als das größte Rennen Clarks - obwohl er es nicht gewann - und als das vielleicht beeindruckendste der F1-Historie, noch vor den Siegesfahrten Fangios beim GP Deutschland 1957 und denen von Moss 1961 an gleicher Stätte. Clark lag mit seinem 49, Chassis R 2, in Führung, verlor dann eine komplette Runde an der Box, holte diese anschließend wieder auf und setzte sich erneut an die Spitze. Dabei verbesserte er permanent den Rundenrekord und egalisierte letztlich seine eigene Pole-Zeit. Kurz vor Schluss konnten die Benzinpumpen die Restmenge Sprit nicht mehr fördern und Clarks Wagen rollte nur noch als Dritter über die Ziellinie aus. Surtees gewann das Rennen für Honda. Da ansonsten nur noch ein Punkt aus einem sechsten Platz zu Buche stand, wurde er 1967 WM-Dritter hinter den Piloten des zuverlässigen Brabham-Repco.


    Eine ähnliche Demonstration seines Talents zeigte er beim 1000km-Rennen 1962 auf dem Nürburgring. Clark fuhr den vergleichsweise winzigen Lotus Sportwagen vom Typ 23, ausgerüstet mit einem 1,5 Liter Fordmotor, der maximal 110 PS Leistung abgab. Es war zunächst ein Regenrennen und die Konkurrenz von u.a. Ferrari hatte eine ganze Armada von 2,5 Liter- und 4-Liter-Prototypen aufgefahren, mit Weltklassefahrern wie Phil Hill, Olivier Gendebien, Willy Mairesse, Mike Parkes, Pedro Rodriguez, Lorenzo Bandini. Deren Wagen leisteten 270 PS (Dino 246 SP) und gar 390 PS (330 GTO). Clark wurde im Training Siebter. Aus der ersten Runde kam er mit etwa 20 Sekunden Vorsprung, nach der sechsten Runde betrug sein Vorsprung bereits knapp 2 Minuten. Obwohl es immer trockener wurde, hatten die anderen Fahrer keine Chance gegen Clark. Aber wie in Monza 1967, gab es auch hier kein siegreiches Ende. Der Auspuff riss in der 12. Runde und es gelangten Gase ins Cockpit, die zur Benommenheit Clarks führten. Er kam von der Fahrbahn ab, blieb aber unverletzt.

  • Dann wurde die Werbung mit Tabak eingeführt, und auch Jim Clark sollte mit den neuen rollenden Litfaß-Säulen Geld verdienen, auch bei Formel 2-Rennen. Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagen-Rennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor noch im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde.



    Im Regen verunglückte der 32-jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel 2-Rennen tödlich, vermutlich aufgrund eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach der Nordkurve von der Piste abkam und gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark fuhren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr.


    Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance besaß. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte schlicht der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war.


    Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die „Jim-Clark-Schikane“ getauft wurde.


    An der Unglücksstelle wurde auch ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.


    Der Tod Clarks erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockte insbesondere die Fahrer-Kollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach, Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten ist. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich.“ Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich nur noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Sennas.


    Jene Jahre des Rennpsorts waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Top-Kategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Jim Clark (Hockenheim), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodriguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in Rennwagen ums Leben.

  • Jim Clark war etwas ganz Besonderes ,der beste Rennfahrer der Vergangenheit ,Gegenwart und Zukunft.
    Er begann seine Karriere 1960 auf Lotus ,die jedoch erst 1962 konkurrenzfähig waren. 1961 war er unter anderem unverschuldet am Unfall von Trips beteiligt.
    1962 verlor er die WM gegen Graham Hill ,weil sein Lotus gegen Hills' BRM erstens leistungsfähig unterlegen und auch sehr defektanfällig war.
    1963 und 1965 gewann er die WM in erschreckender Dominanz ,1964 sah es nach einem starken Saisonbeginn nach Titelverteidigung aus ,doch schied er in den restlichen 5 Saisonrennen 4-Mal an Erster Stelle liegend aus. John Surtees war der Nutznießer.
    1966 war der Lotus gegen den überragenden Brabham auf Eigenkonstruktion ohne Chance. 1967 gewann er einmal mehr die meisten Saisonrennen ,doch der unzuverlässige Lotus kostete ihm wie 1962 und 1964 den Titel. Am Ende der Saison 1967 wurde sein Lotus mit neuartigen Ford-Motoren ausgerüstet ,die mehr Power hatten und zudem deutlich zuverlässiger waren. Eine Kombination ,die über Jahre hinweg unschlagbar hätte sein müssen. Seinen letzten Sieg feierte 1968 beim Auftaktrennen in Kyalami.
    Der 25.Sieg ,damit überholte er die 5-malige Formel 1 Legende Juan Manuel Fangio nach Siegen.
    Am 7.April des selben Jahres verunglückte er bei einem unbedeutenden Formel 2-Rennen auf dem unsicheren Hochgeschwindigkeitskurs in Hockenheim bei regnerischen Bedingungen tödlich.
    Jim Clark wurde nur 32 Jahre alt. Sein Pole Rekord wurde erst 1989 von einem gewissen Ayrton Senna überboten.